Zum Affen, der genaustens beobachtet, was um ihn herum passiert. Die frühzeitlichen Menschen mussten auch schauen, ob ihnen gerade jemand eine Banane oder sein Weibchen vor der Nase entführt, heute hält man Aussachau nach den coolsten Trends der anderen Netzaktivisten. Noch vor zehn Jahren war im Netz alles anders und lief deutlich anonymer ab. Aber war das wirklich schlecht? Während man sich in Foren, Mailboxen und im IRC lediglich mit einem Nicknamen anmeldete, verlangen soziale Netzwerke heute die Angabe unseres Realnamens. In den 90er Jahren träumte man von einem zweiten Leben im Cyberspace, wo man sich selbst neu erfinden konnte. Man experimentierte mit der Identität und Fantasienamen herum, ohne wirklich etwas von sich preiszugeben. Das ist spätestens seit dem Siegeszug von Facebook, Lokalisten, StudiVZ & Co. aus und vorbei.
Der moderne Web-Bewohner twittert, ob sein Kaffee heiß oder die Bahn voll ist, in der er gerade sitzt. Er will identifiziert und gefunden werden. Er will sich mit anderen treffen und austauschen, sichtbare Spuren hinterlassen. Und er beginnt, sein Profil aktiv zu managen: Er findet alte Schulkameraden auf StayFriends, lädt seine Filme auf Vimeo oder YouTube hoch, seine Fotos auf Flickr, knüpft Geschäftskontakte auf Xing bzw. LinkedIn, verwaltet seine Lesezeichen auf Mister Wong, bleibt über Facebook in Verbindung und sondert permanent Statusmeldungen auf Twitter oder identi.ca ab - und all das zumeist unter seinem echten Namen.
Die Geheimdienste haben heute für ihre Untersuchungen mehr Material zur Verfügung als je zuvor. Wenn wir überall mit dem echten Namen auftauchen - welche Folgen hat das für unsere Aussagen und unser Leben? Könnte ein heute völlig harmlos klingender Eintrag schon morgen gefährlich für uns werden? Bloggen, twittern, schreiben wir das Gleiche, wenn jeder noch in 10 Jahren nachvollziehen kann, welche Meinungen wir vertreten, welche Demos und Events wir besucht haben? Wird man uns bei einer Firma einstellen, die genau die Veranstaltungen nicht mochte, die wir beschrieben haben? Dieser und vielen anderen Fragen widmet sich kurz vor Ende der Sendereihe der elektrische reporter.
Elektrischer Reporter – Digitale Identität: Das Ich im Netz
Lars Sobiraj (g+) am Freitag, 05.03.2010 15:06 Uhr
Rückmeldung des Elektrischen Reporters: Hallo Herr *******, vielen Dank für die aktive Unterstützung des Elektrischen Reporters beim ZDF! Tatsächlich läuft am 19. 3. die letzte Folge aber es ist ebenso richtig, dass wir an neuen Ideen basteln. Wann und was genau das sein wird, kann ich derze ...
und selbst das ZDF baucht Einschaltquoten, oder nicht ? Eigentlich ist das System mit der GEZ genau dafür da, dass man unabhängig von den Einschaltquoten Fehrnsehn machen kann. ...
Also ich finde das Web 2.0 super. http://pleaserobme.com Ach ja was waren das och zeiten wie nicht jeder depp internet hatte :( Das du dich nicht schämst. Lies dein Posting noch einmal, korrigiere es und dann bist auch du kein Depp mehr ;) ...
Die "Masse" ist blöd. Die "Masse" überwiegt aber und deswegen muss die "Masse" auch unterhalten werden. Da ist weniger Platz für solche Shows und selbst das ZDF baucht Einschaltquoten, oder nicht ? ...
Wie Schwachsinnig, das soziale TV wird erneut ärmer und die Richtershows werden weiter produziert. Armutszeugnis TV-Sendeanstallt, dafür zahl ich noch GEZ das gutes abgesetzt wird... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.