Vorangegangen war ein Zwischenfall beim Bundesligaspiel zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Nürnberg am vergangnen Samstag, bei dem acht Fans durch eine im Fanblock gezündete Rauchbombe verletzt wurden. Um derartige Probleme zukünftig zu vermeiden, fordert Karsten Rudolph, der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Konsequenzen.
"Die Feuerwerkskörper blieben bei der Zugangskontrolle der Hooligans unbemerkt", kritisierte der Politiker. "Gegenstände, die geschickt am Körper getragen werden, fallen oft auch bei Leibesvisitationen nicht auf. Wenn man gefährliche Gegenstände aus den Stadien verbannen will, müssen die Veranstalter Nacktscanner zur Kontrolle der Fans einsetzen." Auch bei anderen Spielen seien Randale und das Hantieren mit gefährlichen Gegenständen keine Seltenheit.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) stimmt der SPD zu und fordert ebenfalls, den Zugang zu Fußballstadien stärker zu kontrollieren. Nacktscanner allerdings fordern die Polizisten nicht. "Die Ordner müssen besser geschult werden", sagte GdP-Vorstand Arnold Plickert. "Man muss auch überlegen, ob technisch aufgerüstet werden sollte. Handscanner wie am Flughafen, die metallische Gegenstände aufspüren können, wären eine Maßnahme."
FDP und Grüne sind gegen Nacktscanner in Stadien. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn äußerte sich kritisch; er betonte, der Einsatz dieser umstrittenen Sicherheitsmaßnahme im Umfeld von Fußballspielen sei unverhältnismäßig.
Offenbar werfen die Landtagswahlen im Mai massiv ihre Schatten voraus. Es ist anzunehmen, dass das Thema innere Sicherheit dabei eine massive Rolle spielen wird. Vor diesem Hintergrund sollten auch die aktuellen Forderungen der SPD betrachtet werden. Die Fans allerdings dürfte das nicht unbedingt trösten - viele Menschen empfinden Nacktscanner als äußerst unangenehmen Eingriff in ihre Privatsphäre.
(via Rheinische Post, thx!)
(Bild via sidexshow @ DeviantArt, thx!)
(Danke an dekay89 aus dem gulli:board für den Hinweis!)
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 04.03.2010 22:25 Uhr
Ich bin zusätzlich noch für Vermisstenscanner, irgendwo muss doch der Restvertand geblieben sein. Vllt. findet man mit denen auch mal einen Terroristen wieder.:beer: ...
Einfach erstmal die Stehplätze abschaffen,das würde schon einiges bringen. ...
Ich bin für Nacktscanner in der Sauna. Im Fußballstadion stelle ich mir das ehrlich gesagt logistisch schwer vor, in das Stadion vom BVB zB passen doch irgendwie 80000 Leute, wenn man da noch nacktscannt, dauert das nicht superlang? Elvenpath: Joints im Fußballstadion? Das stell ich mir grad vor. D ...
wie wars mit Nacktscannern im Parlament im NRW oder gleich im Bundestag ? Wär doch mal ne Idee ... Hirnscanner! Aber dann bleibt der Plenarsaal wohl leer... ...
Man kann die Aggressionen und die Gewalt in Fußballstadien leicht beseitigen: Joints statt Alkohol. So long... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.