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New York City: Blogger erhalten Presseakkreditierung

Vor rund eineinhalb Jahren klagten drei US-amerikanische Blogger gegen die New Yorker Polizei. Diese wollte den Online-Journalisten keine Presseakkreditierung - mit den dazugehörigen Vorteilen - gewähren. Nun gewannen die Blogger das Verfahren.

Blogger und Journalisten sind nicht immer unter einen Hut zu bringen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eines der größten Probleme mag jedoch der zögerliche Umgang von öffentlichen Einrichtungen mit den primär online agierenden Personen sein. Vor etwa eineinhalb Jahren ging es drei Bloggern, die sich aber auch als Online-Journalisten sehen, genau so. Die New Yorker Polizei verweigerte ihnen die Ausstellungen eines Pressepasses.

Gemeint ist damit ein kleiner Ausweis, der den Online-Journalisten zusätzliche Möglichkeiten einräumt. Im konkreten Falle ermöglicht er, Polizeiabsperrungen bei öffentlichen Ereignissen zu passieren. Dies kann für eine akkurate Berichterstattung äußerst wichtig sein. Da den drei Online-Journalisten eine solche Akkreditierung jedoch verweigert wurde, klagten sie.

Die New Yorker Polizei erfasste äußerst rasch, was die Folge dieser Klage wäre. Man ruderte zurück und gewährte den drei Bloggern ihre gewünschten Pressepässe. Die Klage selbst wurde jedoch nicht zurückgezogen. Vergangene Woche einigte sich die Stadt New York nun außergerichtlich mit den Klägern. Ab sofort wird ein neues Regelwerk für die Vergabe von Pressepässen in Kraft treten. Dieses soll auch Online-Journalisten eine vollwertige Akkreditierung ermöglichen.

Aus dem neuen Regelwerk geht hervor, dass all diejenigen "Journalisten" einen Pressepass erhalten, die bei sechs Ereignissen der Stadt persönlich anwesend waren und darüber berichtet haben. Der Pass besitzt eine Gültigkeit von zwei Jahren. Ob die Artikel dabei on- oder offline publiziert werden, spielt keine Rolle. Unerfahrenen Journalisten wird darüber hinaus die Möglichkeit eingeräumt, einen einmaligen Pressepass für besondere Events zu erhalten.

Dass Online-Publikationen nicht denselben Stellenwert wie Printprodukte haben, durfte auch gulli erfahren. Auf der GamesCom 2009 wurde man zwar ohne Probleme akkreditiert. Der Pressepass selbst trug jedoch ein -e- für "eingeschränkt". Betreten durfte man damit praktisch dennoch alle Bereiche. Einzige Ausnahme: Die Business-Area.

(via techdirt, thx!)

Klaus Müller am Donnerstag, 04.03.2010 19:53 Uhr

tagsTags: presse journalist blog

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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Firebird77 am 05.03.2010 12:10:50

    Wenn ihr wüsstet wie leicht man in De einen Presseausweis bekommt.Ich denke es kommt noch drauf an von wem man ihn bekommt. Die Hürden des DJV sind nicht einfach so ausm Arm zu schütteln, wenn man nicht gerade in einer Redaktion festangestellt ist. ...

  • ironkung am 05.03.2010 11:54:30

    Ich muss wieder schwer schmunzeln. Wenn ihr wüsstet wie leicht man in De einen Presseausweis bekommt. In meinem Bekanntenkreis hat fast jeder 2te einen. So viel Vorteile bringt der aber auch nicht mehr. ...

  • Richard_Gear am 05.03.2010 10:28:12

    Presseausweis ist doch grad bei uns hier ein reiner Schmarozer-ausweis. Ich habs chon oft genug erlebt, wie "Qualitätsjournalisten" bei uns im Unternehmen i-was für lau/ extrem billig haben wollten, weil man ja "ggf" drucher schreiben könnte würde. Wenn das Urteil zur Folge hat, dass diese el ...

  • MystiqueMax am 05.03.2010 09:30:46

    Erstmal positiv. Natürlich gibt es gefahren, wie jeder hat einen Presseausweis und die Printmedien gehen verloren und da jeder seine Nachrichten schreibt, geht die Qualität verloren. Aber ganz ehrlich, die Qualität der Printmedien ist jetzt schon für den Arsch. Leider sind Printmedien übersch ...

  • CircleJerk am 04.03.2010 21:29:48

    Normale Blogger erhalten auch in New York noch lange keine Presseakkreditierung, wie es der Titel suggeriert. Und Blogger sind auch noch lange keine Online-Journalisten. Wenn mit dem im Text erwähnten Pressepass das Pendant zum deutschen Presseausweis gemeint ist, dann ist das keine Akkreditierung. ...

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