
Insgesamt, so MessageLabs, liegt der Anteil von Spam-Mails damit bei 89,4%. Verantwortlich machen die Sicherheitsexperten dafür vor allem die Botnets Grum und Rustock, die ihren Spam-Output massiv erhöhten. In beiden Fällen hängt dies mit Werbekampagnen der Internet-Apotheke Canadian Pharmacy im Zusammenhang, die für zwei massive Spam-Wellen am 5. und 17. Februar sorgten, im Zusammenhang. Die Experten von MessageLabs schätzen, dass mittlerweile rund 2/3 der Werbemails aus Arzneimittel-Reklame bestehen.
Über Canadian Pharmacy sagte Symantec-Experte Paul Wood: "Die Aktivitäten dieser einen betrügerischen Organisation waren der Motor, der zuletzt mehrfach für einen sprunghaften Anstieg der Spam-Belastung gesorgt und so auch enormen Einfluss auf die weltweiten Spam-Quoten genommen hat. Ausgehend von den jüngsten Verhaltensmustern beim Spam-Versand lassen sich für die kommenden Wochen weitere derartige Belastungsspitzen prognostizieren."
Um ihre Spam-Mails schneller verbreiten zu können, verzichten die Spammer mittlerweile meist auf große Dateianhänge, die lange zum Übertragen brauchen. Stattdessen laden sie Bilder auf kostenlose Hosting-Dienste. Nur noch 0,56% aller per Botnet verschickten Spam-E-Mails verfügen derzeit noch über einen Dateianhang. Allerdings variiert die Quote je nach Botnet.
Ebenfalls im Februar außergewöhnlich aktiv war das als Nachfolger von Storm geltende und zuvor ein Jahr lang äußerst inaktive Botnet Waledac. Dieses wurde allerdings am 22. Februar vom Netz genommen. Über Waledac wurden häufig Viren und andere Schadsoftware verbreitet. Insgesamt waren im Februar 0,33% der Mails virenverseucht, was einen minimalen Anstieg gegenüber dem Vormonat - damals waren es 0,31% - bedeutet.
(via IT SecCity, thx!)
(Bild via notoriousvern @ DeviantArt, thx!)
Annika Kremer am Donnerstag, 04.03.2010 04:09 Uhr
Ich persönlich wunder mich nur über eins: Dass die C&C-Server nicht längst in Onion-Routing-Netze verschwunden sind da gibt es immerhin schon zwei, die genug Mitglieder haben, um einen C&C-Server darin zu verstecken. Nur die vielen clients würden vermutlich das jeweilige Netz um einen Faktor > 1 ...
Es wundert mich doch stark, dass sich die Werbung über Spammails tatsächlich lohnt. Vermutlich wäre es sinnvoller mehr Leute darüber aufzuklären, bis es sich für die nicht mehr lohnt. Wenn der Einsatz gleich Null ist, z. B. durch Versand über infizierte Rechner ...
Ich bekomme jeden Tag mehrere Mails mit so einem verbogenem Viagra-Bild. Obwohl ich nen Spamfilter bei Web.de habe, kommt die Scheiße immer wieder durch... :mad: ...
Es wundert mich doch stark, dass sich die Werbung über Spammails tatsächlich lohnt. Vermutlich wäre es sinnvoller mehr Leute darüber aufzuklären, bis es sich für die nicht mehr lohnt. ...
0,56 Prozent nehme ich an ;) Nun 91% aller Mails in DE sind Spammails. Vlt wird es im März weniger: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,681531,00.html ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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