
Die finanzielle Zukunft des Unternehmens sei gesichert, selbst wenn man ein paar Mitarbeiter kündigen musste. Auch würde man sich trotz der schweren Zeiten bald auf die Gewinnschwelle zubewegen. Dies kündigte zumindest der Geschäftsführer des Unternehmens der Community im hauseigenen Forum an.
Das neue Partnerunternehmen wurde leider nicht namentlich genannt. Offenbar warten die Verträge noch auf eine Unterschrift und man möchte diese nicht durch vorschnelle Ankündigungen gefährden. Zumindest die Mission des Portals sei jetzt noch "klarer": Jamendo soll künftig die beste Plattform für Künstler sein, um ihre Werke ideal verwalten und anbieten zu können. Die Zuhörer sollen dort für sich möglichst viel Material entdecken können. Auch Jamendo Pro wäre mit den geringen Abgaben ein zukunftsfähiges System.
Statt die finanzielle Absicherung des Portals durch mehr Werbung zu garantieren, will man mit Ausnahme der deutschen Surfer ganz auf Werbebanner verzichten. Möglicherweise kommen für spezielle Aktionen oder neue Partner kurzfristig Banner hinzu. Ansonsten will man die Musikfans nicht weiter mit Werbung belästigen. Bei den deutschen Besuchern würde es derzeit noch einen gültigen Vertrag geben, weswegen man diese noch nicht deaktivieren kann.
Jamendo-Chef Sylvain Zimmer gab zudem bekannt, dass man dort mehr Basisdemokratie einführen möchte. Die Mitglieder der Community sollen offen über neue Entscheidungen diskutieren und auch über sie abstimmen können. Offenheit sei das Stichwort, die Zusammenarbeit mit den Machern der Seite soll künftig noch enger werden. Unter http://communitygroup.jamendo.net würde man bald neue Anwendungen für eine bessere Kommunikation untereinander zur Verfügung stellen. Auch möchte man den Aktiven mehr Kontrolle über die Moderation neuer Alben geben. Details wurden aber noch keine preisgegeben. Geplant ist daneben unter anderem eine eigene API für Softwareentwickler.
Fazit: Eine News mit Substanz klingt leider anders. Sicher fragen sich einige Beobachter, wer dort so viele Mittel investieren wird, dass man künftig ganz auf Werbung verzichten kann. Die "neuen" Ziele von Jamendo klingen wie alte Hüte in einer neuen Hochglanzverpackung. Die beste Plattform für freie Musik wollte man doch vorher auch schon sein. Eine Einbindung der Aktiven des Portals ist sicher sinnvoll, kostet aber auch viel Zeit. Arbeitszeit, die jetzt nach den Kündigungen auf noch weniger Schultern verteilt werden muss.
Was bleibt am Ende - viel Enthusiasmus und wenig Inhalt? Bleibt zu hoffen, dass das neue Finanzierungsmodell - wie dies auch immer aussehen mag - für die Betreiber aufgeht. Kein Portal der Welt kann sich alleine von grenzenloser Begeisterung und Aufbruchsstimmung ernähren. Rechnungen und Löhne müssen bezahlt, die technische Infrastruktur in Schuss gehalten werden. All das kostet Geld, was bald vom geheimnisvollen Unbekannten kommen soll.
Wir bleiben dran. Zumindest kann man dem CTO von Jamendo nicht vorwerfen, dass er es nicht spannend machen würde.
Lars Sobiraj am Dienstag, 23.02.2010 19:33 Uhr
Mehr infos hier Also wie man auch da nachlesen kann ist das Geschäftsmodell nicht ganz neu. Es besteht im Verkaufen von kommerziellen Lizenzen. Laut Jamnedos CEO setzen sich die Einnahmen gegenwärtig aus 6% Werbung un ...
Na super, nur Mainstream-Zeug -.-' Muss ich halt wieder auf MySpace zurück greifen, da stellen aber viele Grind-Bands ja ganze Alben online, auch fein:T ...
Man darf natürlich auch spenden und Alben kaufen. Ebenso der kommerzielle Gebrauch muss bezahlt werden. Es ist auch möglich sich ähnlich wie bei der Gema Musik für die Gaststätte o.ä. zu kaufen. Es geht in die Richtung des Pre-/Post-Releasemodels. ...
Mehr infos hier Coool, danke für den Tipp:T. Eine echt super Seite, von der ich mir gerade das Album LA OLLA EXPRESS geladen habe. ...
Mehr infos hier ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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