
Anfang Februar unterlag die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) in einem Gerichtsverfahren. Man hatte den Internet Service Provider iiNet verklagt. Dieser würde Urheberrechtsverletzungen in seinem Netzwerk dulden. Ausreichende Maßnahmen zur Unterbindung der Taten würden nicht ergriffen. Infolge dessen solle der Provider eine Mitschuld tragen.
Das Verfahren hatte bereits im Jahr 2009 begonnen und sich über mehrere Monate hingezogen. Lange Zeit war unklar, wer als Sieger aus dem Prozess hervorgehen würde. Umso deutlicher fiel das Urteil Anfang Februar aus. Der Richter sah keinerlei Anhaltspunkte, dass iiNet für die Taten seiner Kunden verantwortlich sei. Letzten Endes wäre es die freie Entscheidung der Kunden, BitTorrent zu benutzen. Darauf habe der Provider keinerlei Einfluss.
Im Zuge der Niederlage muss AFACT nicht nur alle Rechtsanwalts- sondern auch die gesamten Prozesskosten tragen. Bei Letzteren sperrt man sich nun jedoch. AFACT hat angekündigt, ein weiteres Verfahren um die Prozesskosten zu führen. Man möchte diese nämlich nicht alleine bezahlen. Zumindest nicht alles. Verständlich, wenn man die Gesamtkosten betrachtet. Diese liegen nämlich bei 5,08 Millionen US-Dollar (ca. 3,74 Millionen Euro).
Nach Ansicht von AFACT habe man zwar den Prozess verloren. Einzelne Bestandteile davon wären jedoch zugunsten der AFACT ausgelegt worden. Folglich müsse man diese Bestandteile nicht selbst bezahlen. iiNet soll dies übernehmen.
Der Manager von iiNet, Michael Malone, war mehr als irritiert über diese Ankündigung: "Wir haben sie nicht dazu aufgefordert, uns zu verklagen. Sie kamen zu uns, haben uns verklagt und haben verloren. Ich sehe nicht, wieso wir auch nur einen Teil der Prozesskosten tragen sollten." Der Provider genießt seinen juristischen Erfolg. "Ich sehe den Betrag, den wir für die Verteidigung ausgegeben haben. Und die Filmstudios haben ohne Zweifel noch weit mehr Kosten gehabt. Wenn man nur darüber nachdenkt, was damit möglich gewesen wäre, hätte man es stattdessen in Online-Content investiert."
Am 25. Februar soll das Gericht über die Kosten entscheiden. Dies ist zugleich der Stichtag, an dem AFACT entscheiden kann, ob man noch in Berufung geht.
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via afact, thx!)
Klaus Müller am Dienstag, 23.02.2010 15:01 Uhr
selbst wenn sie es zahlen wird es in die jammerstatistic aufgenommen wo sie beklagen wieviel filesharing sie kostet^^ ...
"Ich sehe den Betrag, den wir für die Verteidigung ausgegeben haben. Und die Filmstudios haben ohne Zweifel noch weit mehr Kosten gehabt. Wenn man nur darüber nachdenkt, was damit möglich gewesen wäre, hätte man es stattdessen in Online-Content investiert." Wie wahr. Da haben ein paar ...
Da sieht man mal wieder, daß die Abmahnwelle -egal wo- nicht funktioniert. Die unfähigen Ars....cher versuchen nun von den ISP etwas zu verdienen/einzunehmen. Leute! Wenn ihr Geld verdienen wollt, dann dreht bessere Filme! Vermarktet auch mal gute Musik und Bücher. Und ich meine nicht so einen ...
Krass, wie realitätsfern die geworden sind. :rolleyes: Ich fände eine Revision und damit noch höhere Prozesskosten aber lustig :D ...
Am besen die verlieren erneut, müssen entsprechend höhere Gerichtkosten bezahlen und bekommen obendrein noch eine Strafe aufgebrumt...Was eine Saubande... exakt, mal sehen wie hoch sie die Prozesskosten noch treiben wollen :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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