"Ich denke, was die Schule da gemacht hat, war völlig daneben," sagt Blake J. Robins, Schüler an der Harriton High School im Lower Merion District, Pennsylvania, zu dem Vorfall. Seine Schule gab Laptops an Schüler aus, die mit einer Webcam ausgestattet waren. Durch eine versteckte Applikation, die den ferngesteuerten Betrieb der Kamera dem Nutzer des Rechners nicht meldet, wurde Robbins zu Hause von seinem Rechner aus überwacht.
Die Überwachung fiel jedoch erst auf, als der Schüler wegen angeblichen Drogenmissbrauchs zum Konrektor gerufen wurde. Als Beweis diente ein Bild, auf dem er angeblich in der elterlichen Wohnung Pillen zu sich nahm. Das Bild stammte von seiner Webcam. Es stellte sich jedoch heraus, dass er vor dem Rechner Jelly Beans (ähnlich Gummibärchen) gegessen hatte. Traditionell sind viele solcher Jelly-Beans-Produkte pillenförmig, weshalb die Schulleitung von der Einnahme illegaler Wirkstoffe ausging und ihn disziplinarisch belangen wollte.
Die Leitung des Schulbezirks wandt ein, die Laptops seien für eine solche Fernüberwachung konfiguriert worden, um gestohlene Geräte wieder auffinden zu können. Der Schulinspektor des Lower Merion District, Christopher W. McGinley, verteidigte in seiner Stellungnahme zum Fall Robbins das Programm noch, während er es gleichzeitig auflöste.
Blake J. Robbins und weitere Schüler der Harriton High School strengten nun eine Sammelklage gegen den Schulbezirk wegen Verletzung der Privatsphäre durch die Überwachung an. Auch das FBI untersucht den Fall nun. Der Anwalt der Robbins stellte in einem Interview mit NBC Philadelphia nun die Gretchenfrage: "Wer hat Zugang zu diesen Bildern, was passiert mit ihnen und wer trifft darüber die Entscheidungen?"
In Pennsylvania sind Vertreter vieler Interessengruppen besorgt über den massiven Eingriff in die Privatsphäre der Schüler und auch ihrer Familien. Eine große Zahl der aufgenommenen Bilder zeigen die Schüler selbst, aber auch Familienmitglieder und Freunde in kompromittierenden oder peinlichen Situation wie etwa nackt oder bei privaten Tätigkeiten.
Scheinbar gab es bereits ein Jahr zuvor Kritik an den Überwachungspraktiken der Schule. Zwei Mitglieder der Schülervertretung hatten den Rektor der High School zweimal mit ihren Bedenken konfrontiert, dass die Schule durch die Kameras in den Laptops insgeheim Bilder von ihren Schülern machen könnte. Doch die Schulleitung reagierte in beiden Fällen nicht auf die Schüler.
(Via boingboing.net, thx! Bild: adobemac unter CC-BY-SA, thx! Video: nbcphiladelphia.com, thx!)
Julia Klein am Dienstag, 23.02.2010 12:43 Uhr
Ich kann Dir leider nicht in den Kopf schauen aber wie gesagt, ich hab auch geschmunzelt und bin jetzt auch nicht mehr traurig. Hast du Dir die 1,99 US Dollar für das Sarkasmus Zeichen gespart.:T ...
ich sollte mir wohl mal die SacMark® kaufen...mich versteht sonst keiner :eek: ...
klingt als seien das raub(mord)kopierer :D Wenn du da eine Relation erkennen kannst ist das traurig. Aber keine Sorge, ich hab auch geschmunzelt über deinen Kommentar. ...
Was eigentlich noch viel schlimmer wiegt, ist dieses nicht vorhandene Unrechtsbewusstsein bei den Verantwortlichen. klingt als seien das raub(mord)kopierer :D ...
Was eigentlich noch viel schlimmer wiegt, ist dieses nicht vorhandene Unrechtsbewusstsein bei den Verantwortlichen. Ich meine, es muss doch im Voraus angesprochen worden sein das man damit die Intimsphäre und das Privatleben der Kinder empfindlich verletzt.:dozey: Es ist ja eigentlich nichts daran ...
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