
Das Zugangserschwerungsgesetz, das die Einrichtung von Netzsperren zur Bekämpfung kinderpornographischer Seiten vorsieht, war in der vergangenen Woche durch Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnet worden (gulli:News). Am kommenden Dienstag wird es in Kraft treten. Allerdings hatte sich die schwarz-gelbe Regierungskoalition bereits zuvor darauf geeinigt, die noch von der Vorgängerregierung beschlossenen Sperren nicht umzusetzen. Stattdessen soll die Devise, wie von Gegnern der Sperren von Anfang an gefordert, "Löschen statt Sperren" lauten.
Durch den Erlass des Innenministeriums scheint nun zunächst gesichert, dass es keine Netzsperren geben wird. Das Bundeskriminalamt (BKA) soll "bis auf Weiteres" keine Sperrlisten für die Provider erstellen. Im Erlass des Innenministeriums heißt es nun eindeutig, es seien "weder Sperrlisten zu erstellen noch Sperrlisten an die Internetserviceprovider zu übermitteln". Gleiches gilt für die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Sperrverträge zwischen der Bundesregierung und einigen namhaften Internet-Providern. Diese sollen nicht umgesetzt, sondern aufgekündigt werden.
Stattdessen soll sich das BKA verstärkt um die Löschung beanstandeter Seiten bemühen. Über den Erfolg dieser Bemühungen soll zudem monatlich Bericht erstattet werden.
(via taz, thx!)
(Bild via blogspan, thx!)
Annika Kremer am Sonntag, 21.02.2010 20:59 Uhr
zu den DNS-Sperren nochmals. Wenn ich einen anderen DNS eintrage, dann kann mir doch keiner nachsagen dass ich damit vorsätzlich eine Sperre umgehe. Der Einsatz eines anderen DNS kann auch völlig andere Gründe haben. Meine weitere Frage (ich hoffe sie ist noch nicht gestellt worden). Macht sic ...
Richtig. Darum hat man in Bundestag fast nur hochqualifizierte Juristen gewählt. Aber immerhin: Die Netzsperren sind vom Tisch, schließlich können ja die Richter damit keinen mehr verfolgen, der zufällig auf einer Kinderporno-Seite gelandet ist. Nö ...
Richtig. Darum hat man in Bundestag fast nur hochqualifizierte Juristen gewählt. Aber immerhin: Die Netzsperren sind vom Tisch, schließlich können ja die Richter damit keinen mehr verfolgen, der zufällig auf einer Kinderporno-Seite gelandet ist. ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 08.02.2012, 12:51 Uhr
Im Rhein-Neckar-Kreis wurde ein simpler Diebstahl mit Hilfe einer DNA-Analyse aufgeklärt. Der 44-jährige Verdächtige trank ein Bier in einem Eiscafé, bevor er die Brieftasche eines Fremden stahl. Weil seine DNA in der Datenbank des Landeskriminalamts vorliegt, konnte ihn die Polizei anhand seiner DNA-Spuren am Bierglas als Schuldigen ausmachen.
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