
Nach Angaben der Firma NetWitness, die die Angriffe aufdeckte, wurden zahlreiche Daten gestohlen, darunter Finanzdaten und nicht öffentlicher Quellcode. Der finanzielle Schaden wird momentan noch abzuschätzen versucht. Momentan ist noch gar nicht klar, welche Daten genau gestohlen wurden und wieviel diese wert sind.
Einige der betroffenen Firmen, darunter Pharma-Gigant Merck & Co., geben an, die Angriffe mittlerweile unterbunden zu haben. In anderen Fällen soll der Datendiebstahl weiterhin andauern. Die Opfer werden von NetWitness momentan benachrichtigt.
Begonnen haben sollen die Angriffe Ende 2008 in Deutschland. Cyberkriminelle brachen in Firmennetzwerke ein, indem sie die Angestellten dazu brachten, auf verseuchte E-Mail-Anhänge, Websites oder Werbebanner hereinzufallen.
In mehr als 100 Fällen sollen Server mit großen Mengen sensibler Unternehmensdaten, darunter E-Mail-Archive und Datenbanken, gehackt worden sein. Zudem wurde in die Rechner von mindestens 10 US-Regierungsbehörden eingebrochen.
All dies gelang den Cyberkriminellen mit Hilfe eines Trojaners, der durch die verseuchten Dateien oder Websites auf die Firmen-Rechner gelangte und deren Kontrolle durch die Angreifer ermöglichte. Nach Angaben von NetWitness soll es sich dabei um eine Variante der Schadsoftware "ZeuS" handeln. ZeuS ist in einer einfachen Variante im Internet kostenlos erhältlich und kann um zahlreiche Zusatzfunktionen erweitert werden. Deswegen erfreut sich die Software gerade bei technisch nur mäßig versierten Cyberkriminellen immenser Beliebtheit (gulli:News berichtete). Die im vorliegenden Fall verwendete Variante soll eine rund 2000 US-Dollar (knapp 1500 Euro) teure Erweiterung verwendet haben, die ein Funktionieren mit dem Firefox-Browser ermöglichte.
NetWitness arbeitet momentan mit dem FBI zusammen, um eine Aufklärung der Taten zu ermöglichen. Angeblich gibt es jedoch Hinweise darauf, dass die Drahtzieher der Aktion in Osteuropa sitzen. Eine Strafverfolgung dürfte sich in diesem Fall schwierig gestalten.
(via Wall Street Journal, thx!)
(Bild via el-grimlock @ DeviantArt, thx!)
Annika Kremer am Donnerstag, 18.02.2010 23:36 Uhr
Das es immer noch solche Nasen gibt die bedenkliche Email-Anhänge öffnen ? Die "Nasen" sind egtl. nicht das Hauptproblem, das Hauptproblem sind unfähige Admins. Auf 'nem vernünftig konfigurierten Rechner (auch unter Windows) kann ich als Buchhalterdepp jeden erden ...
....Und da im Moment sowieso niemand Kohle übrig hat wird auch in der IT abgebaut und gespart... Eh... dafür wird dann im Nachhinein vermutlich ein Hauffen Kohle für irgendeine supertolle Sicherheitssoftware ausgegeben... :p ...
Jetzt würde mich mal interressiern, woher die wissen, wieteuer die Erweiterung gewesen ist? Indem sich die Reporter in solchen Foren, wo solche Erweiterungen und Shadsoftware verkauft werden, informieren, bzw. einfach den Preis dort nachschauen. Und solche Boards z ...
Das es immer noch solche Nasen gibt die bedenkliche Email-Anhänge öffnen ? Und sowas im Firmennetzwerk. Traurig. ...
Das passiert doch jeden Tag ... sollen nicht sone Story drausmachen ... Und wen Schon wayne selbst dran schuld :rolleyes: ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 08.02.2012, 12:51 Uhr
Im Rhein-Neckar-Kreis wurde ein simpler Diebstahl mit Hilfe einer DNA-Analyse aufgeklärt. Der 44-jährige Verdächtige trank ein Bier in einem Eiscafé, bevor er die Brieftasche eines Fremden stahl. Weil seine DNA in der Datenbank des Landeskriminalamts vorliegt, konnte ihn die Polizei anhand seiner DNA-Spuren am Bierglas als Schuldigen ausmachen.
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