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Angriffe in Social Networks: So sehen leichte Opfer aus

Die IT-Sicherheits-Firma Sophos befasste sich in einer Studie damit, wie Cyberkriminelle ihre Opfer auswählen. Sie konnte insgesamt vier Kriterien feststellen, die beispielsweise die Nutzer sozialer Netzwerke als "leichte Beute" für die bösen Jungs erscheinen lassen.

Spam, Malware und Betrugsversuche in sozialen Netzwerken sind auf dem Vormarsch (gulli:News berichtete). Nicht nur bietet die Beliebtheit der Dienste zahlreiche neue Möglichkeiten für Cyberkriminelle - die zahlreichen ins Netz gestellten Daten machen zudem die Identifzierung lohnender Gegner und geeigneter Angriffsmethoden einfach wie nie. Das Verhalten, das soziale Netz und die Äußerungen potentieller Opfer werden im Vorfeld des eigentlichen Angriffs genau beobachtet. Was aber kennzeichnet aus Sicht der Angreifer ein "leichtes Ziel"?

Sicherheits-Experte Chet Wisniewski von Sophos gibt hierzu einige Tipps. Eines der Merkmale, dass Nutzer als Opfer von Angriffen attraktiv macht, ist, wenig überraschend, der Zugriff auf wertvolle und seltene Daten. Insbesondere hochrangige Angestellte mit Zugriff zu vertraulichen Firmendaten werden oftmals Opfer von Datendiebstählen mit Hilfe von Betrug oder Malware. 

Der zweite Risikofaktor: eine riesige Liste von Online-"Freunden". Wer Tausende von Menschen auf seiner Friends-Liste hat, um damit womöglich seinen sozialen Status zu verbessern, macht sich damit womöglich zur leichten Beute, warnen die Experten. Diese Leute nämlich nehmen oftmals unkritisch auch die Anfragen von Betrügern an und erlauben diesen somit Zugriff auf private Daten und eine noch genauere Beobachtung des eigenen Verhaltens.

Die dritte Gruppe besonders gefährdeter Benutzer sind Menschen, die es mit den Einstellungen bezüglich der Privatsphäre nicht allzu genau nehmen. Die Gründe sind vielfältig - Sorglosigkeit, Faulheit, mangelndes Wissen oder einfach Unachtsamkeit beim Umgang mit riskanten Standard-Einstellungen einiger Netzwerke. Auch hier gilt: je mehr die Kriminellen über einen wissen, desto gezielter (und damit potentiell erfolgreicher) können sie einen angreifen.

In diese Reihe passt auch die vierte "Risikogruppe": Menschen, die beim online Stellen persönlicher Informationen vor lauter Mitteilungsbedürfnis über das Ziel hinausschießen. "Es ist eine Sache, LinkedIn zu benutzen, um seine beruflichen Erfolge ins Netz zu stellen. Aber einen Lebenslauf mitsamt Adresse, Telefonnummer und anderen persönlichen Informationen zu posten, geht zu weit," erklärt Wisniewski. Viele Menschen würden sogar - aus schlichter Unachtsamkeit - sensible berufliche Informationen in soziale Netzwerke stellen und somit ihre Firma unnötigen Risiken aussetzen.

An und für sich sind diese Erkenntnisse nicht besonders überraschend. In Form einer durch Zahlen untermauerten Studie jedoch werden sie vielleicht den einen oder anderen Nutzer sozialer Netzwerke dazu bringen, sein Verhalten kritisch zu hinterfragen - bevor er sich und andere weiterhin unnötigen Gefahren aussetzt. 

(via CSO Online, thx!)

(Bild via khwan @ DeviantArt, thx!)

Annika Kremer am Montag, 15.02.2010 23:44 Uhr

tagsTags: social network

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • ctvirus am 18.02.2010 09:21:27

    Ich stelle gerade fest, auf mich trifft ja keins der 4 Kriterien zu... :D MfG Andy dito. weiterhin: "selbst schuld" ist zwar auch meine allgemeine meinung, aber viele sind einfach technophob und lernunfähig... und ohne internet zu nutzen kannst du heute kein "n ...

  • Romanow23 am 16.02.2010 22:11:06

    Ups.. Morgen mal die Party Bilder,Lebensläufe und Privaten Daten von der ALDI Pinwand nehmen. :rolleyes: ...

  • XphX am 16.02.2010 19:09:36

    Selbst schuld :rolleyes::D ...

  • DukeMan999 am 16.02.2010 19:03:37

    wer richtig sucht wird auch Kontoauszüge usw finden... is unglaublich wie manche mit Daten umgehen von Fremden leuten... ...

  • blabrabbelbla am 16.02.2010 15:57:24

    naja...selbst Schuld. ...

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