Mit so viel Zuspruch hatte offenbar niemand gerechnet. Letzte Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollen bis zu 5000 Personen der Aufforderung im sozialen Netzwerk Facebook gefolgt sein, eine Villa anlässlich einer spontanen Feier zu besetzen. Die verantwortlichen Teenager mussten aber schnell einsehen, dass ihnen die Angelegenheit über den Kopf gewachsen war. Das aggressive Auftreten der britischen Polizei brachte das Fass dann zum Überlaufen, berichteten die Beteiligten dem Guardian.
Einsatzkräfte der Feuerwehr, Sanitäter und der Polizei standen um ca. 23 Uhr außerhalb des Gebäudes und benutzten ein Megafon, um die Eindringlinge dazu aufzufordern, die besetzte Villa zu verlassen. Ein Polizeisprecher gab bekannt, sie hätten Bedenken gehabt, das alte Gebäude könnte dem Ansturm auf Dauer nicht gewachsen sein. Nachdem die ersten Steine und leeren Flaschen als Antwort flogen, beschloss man die Party zu entern. Zwar hätte man sich auf alle Eventualitäten vorbereitet, es sei aber zu keinen Festnahmen oder Gewalttätigkeiten gekommen.
Einer der Organisatoren erzählte, die Polizei sei dennoch bei ihrem Einsatz außergewöhnlich aggressiv vorgegangen. Sein Freund berichtet, dass manche Besucher den Polizisten eine Szene machen wollten. Sie hätten sich aber schnell wieder beruhigt. Erst recht als sich die Londoner Polizei so verhielt, als müsste man einen Aufstand niederschlagen.
Das Szenario hatte anfangs völlig harmlos begonnen. Zwei britische Jugendliche hatten über Facebook dazu eingeladen, es sich in einer Villa in der Park Lane gemütlich zu machen. Man glaubte, das Gebäude gehöre dem Management der HSBC Bank. Die Besitzverhältnisse wurden aber bisher noch nicht bestätigt. Man sei durch ein offenes Fenster in das Gebäude eingedrungen. In Großbritannien seien derartige Hausbesetzungen nicht illegal, so einer der Organisatoren weiter. Die Gruppe bei Facebook wuchs rapide an. Fast jede Minute soll ein Mitglied der mittlerweile gelöschten Gruppe beigetreten sein. Aus den geplanten 400 Partygästen sind am Ende rund 5000 geworden. Zirka 3500 Personen hatten für den Abend zugesagt und jeweils ihren Freunden Bescheid gesagt. Die Polizisten sprachen indes von nur 2000 anwesenden Personen. Selbst für ein großes mehrstöckiges Gebäude war das deutlich zu viel.
Am Ende wurden alle Eindringlinge schlichtweg des Platzes verwiesen und das Grundstück komplett geräumt. "Sie wussten nicht, dass wir für die Party und das Chaos um uns herum verantwortlich waren", so einer der beiden Macher. Derzeit wird polizeilich nach den Verantwortlichen des Desasters gesucht.
(Bild via The Observer, thx!)
Lars Sobiraj (g+) am Sonntag, 14.02.2010 19:43 Uhr
Facebookpunks :D lol... und noch eine neue subkultur ist entstanden :-D Vor allem ist es ein Witz, dass die Journalisten mit den Veranstaltern ausführliche Interviews durchführen kann und die Polizei sucht nach ihnen ;-) oder die jo ...
Der Autor nutzt die die Konjunktiv-Form (Möglichekitsform): Hausbesetzungen "seien" illegal. Er gib nur wieder, was einer der Verantwortlichen gesagt habe. Somit zeigt er, dass die Aussage weder falsch noch richtig sein muss, sondern nur eine mögliche Auffassung. Für den Leser wird aber ersichtlic ...
Facebookpunks :D ...
Ich find's korrekt, wenn der "kleine Mann" mal ein bisschen Stress macht. Dabei sollten natürlich keine Personen zu schaden kommen... Die RAF haben wir hoffentlich hinter uns. Deshalb finde ich es auch dämlich, dass da direkt Flaschen und Steine fliegen (wobei der Wahrheitsgehalt dieser Aussage für ...
Die suchen nach den Verantwortlichen? Sollte dass nicht über Facebook raus zu finden sein? Die Verantwortlichen wofür? Für den Aufruf? Für die Zerstörung? Für ersteres vielleicht, aber wenn die nicht anwesend waren oder sagen, sie haben nichts gemacht..... was ist mit ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.