Ob es nun der Download via P2P oder One-Click-Hoster ist. Das Endergebnis ist immer dasselbe. Eine Datei befindet sich hinterher auf dem PC. Möglicherweise ist sie urheberrechtlich geschützt. Wenn dem so ist, dann ist dem Urheber vielleicht eine Einnahme entgangen. Das Werk wurde schließlich nicht gekauft. Andererseits ist es fraglich, ob es worden wäre, hätte man es nicht über das Internet "organisieren" können. So manchen Filesharer mag nach dem Download einer urheberrechtlich geschützten Musikdatei aber schon einmal das schlechte Gewissen geplagt haben.
Man mag den Track gut gefunden haben. Gerne hätte man jetzt etwas bezahlt. Nicht den vollen Preis des Albums. Aber einen gewissen Betrag, der die Wertschätzung zeigen soll. MooZar möchte genau dies ermöglichen. Das Szenario ist simpel: Ein User lädt sich ein geschütztes Album herunter und stellt nach einiger Zeit fest, dass er die Tracks gut findet. Aber nicht alle. Nur ein paar. Dem Künstler kann er so jedoch kein Geld zukommen lassen. MooZar will genau in diese Lücke eindringen.
Am 26. Februar wird das Projekt seinen Dienst aufnehmen. Ein Filesharer, der mit seinem Gewissen nicht mehr klarkommt, kann dann auf die Website gehen. Er zahlt einen gewissen Betrag in sein Online-Konto ein und teilt MooZar mit, an welchen Künstler das Geld überwiesen werden soll. Ab diesem Augenblick übernimmt MooZar alle weiteren Schritte. Man befördert die "Spende" zum Rechteinhaber und die Welt ist wieder in Ordnung.
Genau hier stellt sich die Frage, ob dem wirklich so ist. MooZar möchte seinen "Transferdienst" nämlich als weit mehr verstanden wissen. Es soll nicht lediglich ein simples "Bewege Geld von A nach B" sein. Der Filesharer soll sich in gewisser Weise die Absolution erkaufen können. Befreiung von straf- und zivilrechtlichen Sanktionen. Oder anders formuliert: Vom Fegefeuer.
Was in der Religion vor geraumer Zeit bereits scheiterte, soll nun hier auf's Neue erblühen. Eine moderne Form des "Ablasshandels" also? In gewisser Weise vielleicht ja. Jedoch haben auch P2P-Abmahnungen mitunter diesen Charakter. Bezahle Geld und deine Tat wird dir vergeben. Der Unterschied liegt hier beim Betrag. Diesen können die Filesharer nämlich selbst festlegen. Er wird nicht diktiert. MooZar empfiehlt jedoch, pro Track etwa einen Euro zu bezahlen. MooZar behält 20 Prozent des Gesamtbetrags als Begleichung der "Transaktionskosten". Die Frage ist jedoch, ob MooZar diesen "Freikauf" überhaupt für alle Filesharer wahrnehmen kann. Es darf doch bezweifelt werden, dass sich große deutsche P2P-Abmahner der Musikbranche hier ins Handwerk pfuschen lassen.
Ab dem 26. Februar wird man es vielleicht herausfinden.
(via torrentfreak, thx!)
Klaus Müller am Sonntag, 14.02.2010 18:28 Uhr
Da bekommen die Künster 4%. Meine Frage ist eher, ob die dann überhaupt etwas bekommen. Denn in keinen Vertrag wird drin stehen, dass man x% vom "Ablaßhandel" bekommt. PS: Geld aus den Abmahnungen werden die Künstler sicherlich auch nicht bekommen - oder? ...
Wieviel von der Spende kommt dann letztendlich auch beim Künster an? Denn ich glaube nicht, dass es viele gibt, die gegenüber den Rechteinhabern bzw. Plattenindustrie ein schlechtes Gewissen haben. :rolleyes: Genausowenig wie wenn man die Scheibe kauft. ...
tja ich hab jetzt seit geraumer zeit napster musik flat und lade mir da maiene musik, heisst ich hab auch die sicherheit und weit weniger pezahlt als die von moozar empfohlende spende. ...
Dann kann man sich die Tracks auch direkt über etablierte Plattformen kaufen. MooZar klingt für mich nicht, nach einer Lösung die man als Nutzer mit schlechtem Gewissen anstreben sollte. Dann doch wirklich ne Plattform, wo man wirklich weiß es kommt dem Künstler direkt zu gute, aber welche Plattenfi ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.