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Flattr: Sozialer Micropayment Dienst in der Betaphase

Der Ex-Pressesprecher von The Pirate Bay, hat mit Flattr ein Projekt ins Leben gerufen, das den Micropayment-Bereich durch Elemente sozialer Netzwerke erweitern soll.

Auf zu neuen Ufern. Ein Spruch, der eine besondere Bedeutung hat, wenn es um die ehemaligen Betreiber von The Pirate Bay geht. Der frühere Pressesprecher Peter Sunde hat nun einem seiner Nebenprojekte neues Leben eingehaucht, an dem er bereits seit dem Jahr 2007 arbeitete.

Der Name des Projekts: Flattr. Eine Wortspiel aus den Begriffen "flatter" für Schmeicheln und Flatrate.

Der Dienst soll eine Reaktion auf die problematische Finanzierungslage von Inhalten im Netz sein. Das Internet hat es für viele kreative Menschen sehr einfach gemacht, ihre Werke an Millionen potenzieller Kunden zu verbreiten. Die Verbreitung ist dabei mit sehr geringen Investitionskosten verbunden. Das bisher größte Problem war und ist jedoch, wie man die Künstler für ihre Tätigkeit entlohnen kann.

Flattr soll eine neue und vor allem bessere Lösung für dieses Problem anbieten. Der Dienst vermischt bekannte Elemente sozialer Dienste wie Digg oder Reddit mit Online-Bezahlsystemen wie Paypal.

"Es ist eine neue Einnahmenquelle für Menschen, die ihre Werke teilen wollen! Es ist die Verbindung eines Spendensystems und einer Qualitätsliste interessanter Inhalte im Netz", so Peter Sunde gegenüber dem Blog Torrentfreak. Wer sich Flattr anschließt, kann durch die anderen User auf interessante Artikel, Musik oder Software hingewiesen werden. Wie man es von sozialen Diensten kennt. Der innovative Teil folgt jedoch erst.

Jeder User kann sich bei Flattr ein monatliches Budget einrichten. Stolpert er dort beispielsweise über einen interessanten Artikel, so kann er diesen als lesenswert markieren. Ein Klick auf den "Flattr" Button neben dem Artikel genügt. Am Monatsende wird ermittelt, welcher Künstler wie viele "Klicks" erhalten hat. Anhand dieser Erhebung wird das Budget der Verbraucher anteilig vergeben.

Damit dieser Ansatz funktioniert, bedarf es jedoch einer breiten Nutzerbasis. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Dienstes nicht sonderlich hoch ausfallen. Allein die Tatsache, dass Peter Sunde (brokep) hinter dem Projekt steckt, sollte der Popularität den nötigen Schub geben. Der Dienst befindet sich momentan in der Betaphase. Wer seine E-Mail-Adresse einträgt, kann eine Einladung erhalten. Leider ist von außen nicht einsehbar, welche Kosten für die Buchung der Spenden anfallen. Hier werden jedoch mit Sicherheit auch einige Beträge im Nirwana verschwinden.

(via torrentfreak, thx!)

Flattr.com - How Flattr Works from Flattr on Vimeo.

Klaus Müller am Samstag, 13.02.2010 13:34 Uhr

tagsTags: peter sunde micropayment

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1 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • ottaku am 13.02.2010 17:32:13

    Das Konzept find ich äußerst interessant und fair. Es werden sicherlich viele Blogger, Hobbyentwickler, etc. mitmachen wollen. Ist nur die Frage, wieviele Leute tatsächlich dazu bereit sind, darin Geld zu investieren. ...

  • Firebird77 am 13.02.2010 13:34:57

    Der Ex-Pressesprecher von The Pirate Bay, hat mit Flattr ein Projekt ins Leben gerufen, das den Micropayment-Bereich durch Elemente sozialer Netzwerke erweitern soll. zur News ...

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