
Viele Streamingservices bieten eine kostenlose Einstiegsversion an. Die wird häufig mit Werbung finanziert. Die Nutzer sollen allerdings dazu verlockt werden, für bessere Qualität oder mehr Optionen zu bezahlen.
Solche Angebote seien "ganz klar nicht gut für die Industrie", sagt Warner Chef Edgar Bronfman, Jr. In Zukunft würden sie daher keine Lizenzen mehr erhalten. "Die 'krieg alle deine Musik kostenlos und dann können wir dich vielleicht mit ein paar Verlockungen zu einem Premium-Preis überreden'-Strategie ist kein Geschäftsansatz, den wir in Zukunft unterstützen werden."
Die Streaming-Anbieter zahlen zwar Lizenzgebühren an die Rechteinhaber, diese sind allerdings vergleichsweise gering. Das liegt auch daran, dass den Unternehmen bisher entsprechende Einnahmen fehlen. Zuletzt galt Spotify als mögliche Rettung der Musikbranche und wurde vielfach gelobt. "Spotify ist ein sehr zukunftsfähiges finanzielles Modell", erklärte Universal-Vize Rob Wells noch im Januar.
Warner allerdings glaubt nicht an diese Versprechen und will stattdessen auf bezahlte Streaming-Angebote setzen. "Die Anzahl der potentiellen Abonnenten stellt die Zahl der Leute, die derzeit Musik auf iTunes kaufen, in den Schatten", erklärt Bronfman vollmundig. Er kann sich auch vorstellen, dass Kunden zusammen mit einem Handy- oder Breitband-Vertrag Zugang zu Streaming erhalten.
Das erinnert fatal an "Nokia Comes with Music". Das Angebot haben die Finnen gerade erst für ihr wichtiges Modell X6 fallen gelassen. Bronfman aber ist zuversichtlich, "hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, Menschen, von denen die meisten heute keine Musikkäufer oder sicher nicht Vielkäufer von Musik sind" für Bezahlangebote gewinnen zu können.
Was passiert derweil mit Angeboten wie Last.fm, während Warner diesen Utopien hinterher jagt? Bisher ist nicht klar, ob Bronfman bestehende Verträge aufkündigen will oder lediglich keine neuen Lizenzen mehr an kostenlose Streamingangebote vergeben will. Den Schaden haben in jedem Fall die Kunden - und innovative Unternehmen.
Quelle: BBC
Bild: Warner Music
Simon Jonas Hadlich am Mittwoch, 10.02.2010 20:12 Uhr
Das Problem ist das solche Leute nie den Hals vollbekommen, die Gebühren für ihr Streaming Angebot werden sicher sehr gering sein und sich stetig erhöhen Ich werde auf keinen Fall zahlen, eher nehme ich dann Internet-Radio auf, auch wenn die Musik nur schlechte Qualität hat ...
Seid mal ehrlich, wer kauft jetzt mehr CD´s als vor 10 Jahren????????????????????????????????????????????????? Ich gebe mehr Geld für Tonträger aus, als für irgendein anderes Hobby. Und trotzdem habe ich einen Rapidhsare Account, nutze MySpace, YouTube und gele ...
Interessant ist auch, zu hören, wie einige Radiostationen darauf reagieren. Programme wie SWR1 oder HR1 sind dazu übergegangen, ausschließlich ältere Titel ins Programm zu nehmen und erzielen damit traumhafte Einschaltquoten, weit vor den kommerziellen Hitradios.[/QUOT ...
Sollen die mal machen. Niemand wird für den Stream eines einzigen Anbieters zahlen... außer Leute, die nicht wissen, dass es dort Musik von Warner gibt, haha. Sie werden definitiv ihre Lizenzgebühren, die sie von anderen Streamanbietern momentan erhalten, vermissen. Denn mehr Geld werden sie mit ...
Bei Spotify ist man inzwischen leider dazu übergegangen, neue Free-Accounts nur noch per Invite zuzulassen. Deshalb bringt einen derzeit ein französischer oder englischer Proxyserver nicht weiter, sofern man nicht schon einen Zugang hat. Vorteilhaft ist es da natürlich, wenn man sich früher scho ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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