
Im abschließenden G Data Sicherheitsreport für das zweite Halbjahr 2009 kommen die Experten zu dem Schluss, dass Onlinekriminelle 2009 mit Schadcode, Datendiebstahl und -Handel immense Umsätze erzielen konnten. Entsprechend konnten sie im großen Stil in die eCrime-Infrastruktur investieren.
G Data sieht noch immer Windows-Nutzer als primäres Ziel von Malware-Attacken. 99% aller Angriffe hätten dem Betriebssystem aus Redmond gegolten, berichtet man. Insgesamt konnte 2009 erneut ein Rekord bei der Anzahl neu entdeckter Malware-Typen aufgestellt werden. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2009 lag die Anzahl mit 924.053 neuen Malwaretypen auf neuem Rekordniveau. Im gesamten Jahr 2009 wurden 1.588.005 Malwaretypen gefunden - 78% mehr als 2008. Die Anzahl neuer Malware aus dem Jahre 2004 wird aktuell in einer Woche übertroffen.
Wie zuvor schon andere Firmen und Expertenteams vermutet auch G Data, dass die Angriffe im kommenden Jahr gezielter und professioneller als bisher ablaufen werden. Ebenfalls mit anderen Schätzungen deckt sich die Vermutung, dass 2010 vor allem so genannte Web 2.0-Dienste für Cyberkriminelle interessant werden. So könnten Nutzer von Diensten wie Facebook, Twitter oder MySpace in den kommenden Monaten verstärkt ins Visier der Onlinekriminellen geraten.
"Onlinekriminalität ist ein Profigeschäft und die Akteure handeln nach streng ökonomischen Gesichtspunkten. 2009 hat wieder alle Rekorde in puncto Schadcode-Verbreitung, Datendiebstahl und Datenhandel gebrochen", resümiert Ralf Benzmüller, Leiter der G Data SecuriytLabs. "Bei Social Networks beobachten wir seit längerem starke Aktivitäten der eCrime-Society. Das Mitmachnetz wird gezielt für die Verbreitung von Malware und ausgeklügelte Spam-Attacken missbraucht. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr wird in diesem Jahr von Web 2.0-Anwendungen ausgehen. Die technischen Besonderheiten und Strukturen könnten für groß angelegte Kampagnen ausgenutzt werden."
Alleine durch ihre immense Beliebtheit, so die Experten, werden die Sozialen Netzwerke für Cyberkriminelle interessant. Aber auch teils unzureichende Sicherheitsmaßnahmen der Betreiber und leichtsinniges Benutzerverhalten lassen Angriffe einfacher und damit profitabel erscheinen.
Es gibt aber nicht nur soziale Netzwerke in der Vielfalt der Web 2.0 Anwendungen: Google Docs, Picasa, Flickr, Identi.ca, Jaiku, usw. sind nur einige weitere Beispiele für das Mitmach-Web. "So hilfreich und attraktiv die breite Palette an Web 2.0-Anwendungen auch ist, jeder Dienst birgt seine eigenen Gefahren", erläutert Ralf Benzmüller. "Diese ergeben sich einerseits dadurch, dass User viele, und oft zu viele, persönliche Informationen über sich auf den Community-Seiten preisgeben und andererseits durch die technische Struktur der Plattformen. Sind die Grundgerüste an sich schon durch Cyberkriminelle angreifbar, wie verschiedene Fälle immer wieder zeigen, implementieren die Netzwerke zudem immer mehr Applikationen, die ihrerseits eine eigene Angriffsfläche bieten."
(via Pressetext, thx!)
Annika Kremer am Dienstag, 09.02.2010 19:08 Uhr
Solange dir deine NAT/Firewall nicht noch die Emails und den Browserverkehr filtert, liegt der Infektionsweg glaub zu 99% woanders ;) Eben Letzterer wird gefiltert (IP-Filter) ... was ja der Provider-Router (in meinem Fall AVM 7170) nicht kann :T Welche IPs das sind ...
Beweis... Die Deutsche Bundesregierung hat Wohnungen für Aliens, aber die lassen sich natürlich nicht in die Karten schauen :confused: Wenn du eine These aufstehen willst, dann liefer doch bitte Belege mit dazu ;) Einfach irgendwas behaupten kann ich auch am Stammtisch, da interessierts niemande ...
Beweis ... die Provider lassen sich natürlich nicht in die Karten kucken :confused: Aber eins kann ich dazu sagen : Seit 2003 benutze ich (die geschenkten) Provider-Router nur noch als Modem, und für VOIP ... bei mir hängen inzwischen 12 (Windoof) PCs am LAN ... und seitdem ne ordentliche Route ...
Den Vergleich mit der Fritzbox hab ich gebracht, stimmt :confused: Aber da die Speedports teils nur limitierte Fritzboxen sind und deiner Meinung nach ja die "Provider"-Router unsicher sind, würde ich von dir gerne wissen worin denn genau der Unterschied besteht. Ja die Software ist eingeschränk ...
Wo bitte hab ich behauptet die Fritzbox wäre sicher ?? Was ich meine ist man sollte die par Euronen nicht scheuen, und sich lieber selbst Hardware kaufen ... die einen vernünftigen Sicherheitsstandard hat !! ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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