
53 Sekunden dauerte der Werbeclip, den Google während des Superbowls ablaufen ließ. Rund 90 Millionen TV-Zuschauer konnte man damit erreichen. Das Video war dabei gar nicht neu. Man hatte ihn schon vor Wochen als eine von Googles "Search Stories" vorgestellt. Dies sind kurze Clips, die die Dynamik und Spannweite einer Suche bei Google darlegen sollen. In erster Linie geht es darum, den Zuschauern die unglaublichen Möglichkeiten der Google-Suche zu vermitteln.
Möglich ist damit aber sehr viel mehr. Denn mit den Daten lässt sich ebenso ein umfangreiches Personenprofil erstellen. Googles Werbevideo während des Superbowls war ein Paradebeispiel dafür. Die Kernbotschaft des Clips war freilich eine andere: Search On. Man soll also getrost die Google-Suche verwenden, weil sie für alle Probleme und Fragen des Lebens eine "Lösung" anbietet. Wie die Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) jedoch erklärt, zeige der Clip vor allem eines: Was Google über den Nutzer erfahren kann.
Der Werbeclip mit dem Titel "Parisian Love" beginnt mit dem Eingabefeld der Suchmaschine. Der Reihe nach wird die Suchmaschine mit Fragen gefüttert. Studieren in Frankreich, Cafés nahe am Louvre, wie beeindruckt man französische Frauen, Flugticket nach Frankreich, Kirchen in Paris und zuletzt: Wie baut man eine Kinderkrippe. Insgesamt mag dies harmlos wirken, doch die EFF sieht dies anders. Der Videoclip würde darlegen, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre sei. Die Menschen übermitteln der Suchmaschine ihre intimsten Daten.
Wenn diese Informationen in die falschen Hände gelangen, oder nicht hinreichend anonymisiert werden, ist alles möglich. Googles Werbeclip zeigt dies eher unbewusst. Mit den dargestellten Suchanfragen kann man an allen Höhepunkten im Leben des Suchenden teilnehmen und ihn vollständig durchleuchten.
Es war offensichtlich nicht das Ziel von Google, auf dieses Problem hinzuweisen. Nichts anderes aber ist passiert. Bis heute ist nicht bis ins letzte Detail geklärt, wie Google mit den Daten umgeht, von einer Anonymisierung der Suchanfragen ganz zu schweigen. Wie die EFF erklärt, liege es in der Verantwortung des Suchmaschinenanbieters, die strengsten Datenschutz-Richtlinien umzusetzen.
(via eff, thx!)
(Videoclip: "Parisian Love" von Google Search Stories)
Klaus Müller am Dienstag, 09.02.2010 12:12 Uhr
was für ne schwachsinnige news... dann nutzt halt nicht google (zwingt euch ja keiner :rolleyes:) oder benutzt proxy :rolleyes::rolleyes: als ob sich jemand dafür interessiert, was ihr bei google eintippt... wisst ihr wieviele millionen unbedeutene suchanfragen pro sekunde gestartet werden?? und ...
Ich finde man kann es auch übertreiben... Es gibt Tage an denen Google 2 billionen Suchanfragen hat. Warum sollte Google sich dafür interresieren was du wann, wo und warum machen willst. Und selbst wenn die sich dafür interresieren, was kümmert es mich ob die wissen das ich gerne Heiraten, mir e ...
naja so wild find ich das ganze jetzt auch nicht... das kann ja nicht alle gespeichert werden, wennd nicht gerade mitnem googleacc surfst ach ja, hier noch die bessere version;) http://www.youtube.com/watch?v=yWuqH4Sc6Qk&feature=sub ...
Gerade wegen dem Arbeitgeber habe ich mir überlegt mich bei Vz oder ähnlichen anzumelden und dort "Partybilder" von mir reinzustellen (bin gerade auf Jobsuche). Was geht dem des an ob ich am Wochenende auf eine Party gehe oder nackt über die Skipiste renne. Der Arbeitgeber ...
wenn ich mich google findet ich nichts. zum Glück, so was wie mich will man auch nicht sehen müssen ;) ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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