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Phisher stehlen "Klima-Aktien"

Im Zuge des Klimaschutzes werden sogenannte Emissionsrechte gehandelt, die ein bestimmtes Kontingent an CO2-Ausstoß erlauben. Nun griffen Hacker das Handelssystem an - und machen offenbar selbst schwunghafte Geschäfte mit den gestohlenen "Klima-Aktien".

Den Angreifern gelang es, mit Hilfe von Phishing-Techniken die Zugangsdaten zu dem Handelssystem zu erbeuten und so Verschmutzungsrechte zu stehlen. Diese verkauften sie anschließend weiter. "Der Angriff war hochprofessionell", sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) der "Financial Times Deutschland" vom heutigen Mittwoch. Das Bundeskriminalamt (BKA) ist demnach eingeschaltet. 

Durch den Angriff wurden "die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahmgelegt", heißt es. Den Rechtehandel über Händler oder die Energiebörse EEX hat der Hackerangriff zwar nicht beeinträchtigt. Die dabei notwendigen Eintragungen in amtliche Datenbanken sind dem Bericht zufolge aber derzeit nicht möglich. Aufgrund dieser Probleme und um die Sicherheit des Systems wiederherzustellen stellte die Emissionshandelsstelle bereits am vergangenen Freitag ihren Betrieb ein. Mit einer Wiederaufnahme des Handels ist nach Angaben einer Sprecherin frühestens nächste Woche zu rechnen. 

Die Betrüger täuschten in einer E-Mail an mehrere europäische sowie einige japanische und neuseeländische Unternehmen eine Mitteilung der DEHSt vor. Darin hieß es, zur Abwehr drohender Hackerangriffe müssten sich die Empfänger neu registrieren. Dadurch erlangten die Täter demnach die Zugangsdaten und übertrugen anschließend Emissionsrechte auf Konten vor allem in Dänemark und Großbritannien. Von dort wurden sie rasch weiterverkauft - wahrscheinlich an nichtsahnende Käufer, die die erworbenen Emissionsrechte für legal halten. 

Die Höhe der Schäden ist bisher unklar, diese liegen aber im Millionenbereich. Bitter für die geschädigten Unternehmen: werden die Täter nicht gefasst, bleiben die Opfer (Industrieunternehmen, Stromversorger und Händler) auf den Schäden sitzen. 

(via AFP, thx!)

(Bild: Public Domain via Wikimedia Commons, thx!)

Annika Kremer am Mittwoch, 03.02.2010 13:01 Uhr

tagsTags: phishing

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18 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Diablokiller999 am 04.02.2010 08:27:26

    Viel schöner finde ich das unser Vater Staat wieder bewiesen hat das er nichtmal mit einem an sich normalen Winter klarkommt. Right NOCH viel schöner finde ich das unsere ganzen Klimabrüller sich gar nicht mehr vor die Tür wagen da ihnen ihre Lüge sonst i ...

  • Sempralon am 04.02.2010 03:43:32

    Was den Emissionshandel angeht - ich könnte das hier im Viertel ja im kleinen Maßstab nachbauen. Evntl. kaufen die Leute ja meinen Dreck... Nein ... das geht so, du kaufst ihnen die Menge Dreck ab, die sie nicht Produzieren, den du dann mehr machen darfst ... OK, ma ...

  • Hasron am 04.02.2010 02:15:58

    PS: Apropo Erderwärmung und Klima...ich friere mir immer noch den allerwertesten ab in dem Winter:D ich merke nichts von einer Erderwärmung Viel schöner finde ich das unser Vater Staat wieder bewiesen hat das er nichtmal mit einem an sich normalen Winter klarkommt ...

  • am 03.02.2010 22:33:48

    Die Höhe der Schäden ist bisher unklar, diese liegen aber im Millionenbereich. Bitter für die geschädigten Unternehmen: werden die Täter nicht gefasst, bleiben die Opfer (Industrieunternehmen, Stromversorger und Händler) auf den Schäden sitzen. Hmm....schon grausam wenn man s ...

  • Sempralon am 03.02.2010 22:32:29

    Oh, ich hatte noch etwas vergessen ... Klima Aktien, ein gutes Geschäft! Viel Geld für viel Paranoia um "nichts"! ... ist besser als die Blase der Immobilienkrise, da man das Platzen hinauszögern kann, ohne ENDE! :T ...

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