
Viele Menschen fühlen sich sicherer, wenn in einem Geschäft, an einer Tankstelle oder auch an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen Überwachungskameras verwendet werden. Sie hoffen, so nicht so leicht Opfer eines Verbrechens zu werden. Gegner der Video-Überwachung dagegen fühlen sich im Blick der mittlerweile weit verbreiteten Kameras unwohl, beobachtet. Sie sehen ihre Privatsphäre gefährdet und bezweifeln außerdem den Nutzen bei der Kriminalitätsbekämpfung. In den vergangenen Jahren verlief die Debatte zumeist zwischen diesen beiden Polen. Nun müssen Befürworter wie Gegner noch ein weiteres Thema in Betracht ziehen: Die Sicherheit der Systeme. Bei den beliebten Funk-Überwachungskameras gibt es hier offenbar teils erhebliche Mängel. Das ergaben Recherchen der Nachrichtensendungen Niedersachsen 19.30 und der ARD-Tagesthemen.
Es handelt sich bei den kritisierten Kameras um Geräte, die sowohl im kommerziellen wie auch im privaten Bereich populär sind. Alleine in der Stadt Hannover soll es nach Angaben von Experten "Hunderte" dieser Kameras geben, was eine bundesweite Verbreitung von Zehntausenden der Kameras durchaus wahrscheinlich wirken läßt. Die beanstandeten Geräte können nach Angaben der Journalisten "ohne größeren technischen Aufwand unbemerkt von Dritten angezapft werden".
Bei den kritisierten Geräten handelt es sich um sogenannte analoge Funkkameras, die ihre Daten kabellos auf einen Bildschirm übertragen. Die so übermittelten Daten können mithilfe eines Funkempfängers von Unbefugten unbemerkt aufgezeichnet und verbreitet werden. Solche Empfänger werden bereits für weniger als 100 Euro angeboten und können von jedermann gekauft werden.
Mit Hilfe der abgefangenen Video-Signale könnten sich beispielsweise Kriminelle ein Bild von der Situation in einem Geschäft verschaffen, bevor sie dieses überfallen. Auch für die Privatsphäre der Menschen, die von den Kameras erfasst werden, könnte die schlechte Sicherheit der Geräte negative Folgen haben. Dies wird insbesondere dadurch verschärft, dass neben den Bild- auch die Tonsignale abgefangen werden können. So könnten, wie die NDR-Journalisten bemerken, beispielsweise Beratungsgespräche zwischen Apotheker und Kunde von Unbefugten verfolgt werden.
Das Problem bei diesen Kameras besteht darin, dass die Signale unverschlüsselt übertragen werden. Zudem senden die Geräte auf einer frei zugänglichen Funkfrequenz, was die Beschaffung geeigneter Empfänger erleichtert. Viele Benutzer sind sich des Problems nicht bewusst, zumal in der Dokumentation der Geräte nicht auf die Problematik hingewiesen wird.
(via NDR, thx!)
(Bild via TehDrift @ DeviantArt, thx!)
Annika Kremer am Freitag, 29.01.2010 14:22 Uhr
geht das auch mitm iphone? :D kam mir eben so in den sinn.... ...
Ich hoffe ersthaft dass das ein Scherz ist...wie kann man denn so...fahrlässig sein und ein solches Signal nicht verschlüsseln? Ich bin immer davon ausgegangen dass das eine Selbstverständlichkeit wäre, offenbar sehen die Hersteller das ein wenig anders. Nagut, im ...
Verstehe nicht warum die Meldung so gehypt wird? Feigenblattjournalismus? Alles was auf 2,4GHZ Funkt ist unsicher. Videokameras, Funkaudioübertragung, Freisprecheinrichtung, Türsprechanlagen, Babyphones...... Und das schon seit mindestens zehn Jahren. ...
Hab mir ne Rückfahrkamera für 100 Euro geleistet und auf dem Bildschirm kommen ständig verschiedenste Bilder beim Fahren. Ist wirklich mau... Tipp: Einfach Fahrzeug stehen lassen und schon hört das auf.:D ...
Hab mir ne Rückfahrkamera für 100 Euro geleistet und auf dem Bildschirm kommen ständig verschiedenste Bilder beim Fahren. Ist wirklich mau... Beispiele: Feuerwehrvorplatz, verschiedenste Ladeneingänge, eine Private Auffahrt, ein Babybett und ein doppelstock Bett von zwei Kindern. Ist eigentlic ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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