
Avira sagt voraus, dass die bereits in den letzten Jahren zu beobachtende Professionalisierung der Cybercrime-Szene auch im Jahr 2010 weiter voranschreiten wird. Besonders profitieren werden nach Ansicht der Sicherheits-Analysten diejenigen, die Cybercrime als Dienstleistung anbieten (Cybercrime-as-a-Service). Diese Experten programmieren beispielsweise Trojaner, vermieten Botnet-Kapazität oder lassen sich für Angriffe auf fremde Systeme bezahlen.
Aus diesem Trend leitet Avira die Vermutung ab, dass auch die Auswahl der Ziele immer stärker von wirtschaftlichen Gesichtspunkten bestimmt sein wird. Als besonders gefährdet sehen die Experten Daten, die Hacker für illegale Zwecke kommerziell nutzen können, sei es im Verkauf oder als Ressource für illegale Aktivitäten. Hierzu zählt etwa das Aus-spionieren von Kreditkarten- und Kontodaten oder von Passwörtern zu unterschiedlichsten Internetdiensten. Zudem rücken besonders Firmengeheimnisse in den Fokus der Cyberkriminellen.
Aber auch Privatanwender sieht Avira einem steigenden Risiko ausgesetzt. Malware, so die Vermutung, wird in Zukunft immer professioneller programmiert sein und sich einer Entdeckung durch erfindungsreiche Tricks so lange wie möglich entziehen. Ein ähnlicher Trend konnte bereits bei einigen der neueren Botnets beobachtet werden.
Ein Problem wird auch Spam bleiben. Dieser wird zukünftig nicht nur per E-Mail den Benutzer nerven. Statt dessen entdecken die Anbieter der viel zitierten Potenzmittelchen, fragwürdigen Kredite und Penisverlängerungen zunehmend andere Kommunikationswege wie Social Networks oder Instant-Messaging-Plattformen wie Skype, ICQ oder Yahoo Chat für sich.
Ebenfalls weiterhin eine Rolle spielen wird nach Ansicht der Experten sogenannte Scare-Ware. Diese Software spielt dem Anwender eine Infektion vor und bietet zur Bekämpfung einen Kosten pflichtigen Virenschutz an. Allerdings erwirbt der Verbraucher mit dem Kauf und Download ein Tool, das im besten Fall gar nichts bewirkt, im schlimmsten Fall aber selbst Schadcode enthält. Avira vermutet, dass derartige Produkte zukünftig noch aggressiver als bisher auftreten werden. Wahrscheinlich ist auch eine immer gekonntere Nutzung der Suchmaschinen-Optimierung, um die Scare-Ware zu verbreiten.
Zu den wachsenden Bedrohungen zählen außerdem Drive-By-Downloads. Dies sind legitime Websites, die entweder durch Ausnutzen von Sicherheitslücken oder durch Platzieren manipulierter Werbebanner zum Verbreiten von Schadsoftware genutzt werden. Für eine Infektion reicht bei einem anfälligen System bereits das Besuchen einer entsprechend präparierten Website. Ebenfalls zum Verschleiern von Malware-Links benutzt werden URL-Verkürzer, die durch Web 2.0-Dienste wie Twitter massiv an Popularität gewonnen haben. Insgesamt sehen die Experten Social Networks als attraktives Angriffsziel auf Grund ihrer stetig wachsenden Nutzerzahl und deren intensivem Kommunikationsverhalten.
Im Unternehmensbereich erwartet Avira für das Jahr 2010 eine weitere Zunahme organisierter Wirtschafts- und Industrie-spionage via Internet. So ist ein sprunghafter Anstieg professioneller und gezielter Spionage-Attacken auf Unternehmensdaten von kriminellen Vereinigungen zu erwarten. Besonders für Klein- und mittelständische Unternehmen prognostiziert Avira in den kommenden Monaten einen starken Anstieg. Einige der befürchteten Szenarien sind beispielsweise Ransomware - die wichtige Dateien verschlüsselt und behauptet, diese würden nach der Überweisung eines bestimmten Betrages auf ein Nummernkonto wieder freigegeben, was nur teilweise der Wahrheit entspricht -, DDoS-Angriffe und Datendiebstahl.
Natürlich sind die Prognosen einer Firma wie Avira immer vor dem Hintergrund zu beurteilen, dass es sich um ein Wirtschaftsunternehmen handelt, das seine Produkte verkaufen will. Andererseits arbeiten dort kompetente Experten und die entworfenen Szenarien erscheinen vor dem Hintergrund bisheriger Entwicklungen durchaus realistisch. Ob es 2010 wirklich so schlimm kommt wie befürchtet, wird sich wohl erst am Jahresende zweifelsfrei sagen lassen. Sicher ist nur: sicherheitsbewusstes Verhalten schadet auf keinen Fall und kann bereits einige Angriffe verhindern.
(via IT SecCity, thx!)
(Bild via Blinded-Artist @ DeviantArt, thx!)
Annika Kremer am Donnerstag, 28.01.2010 22:57 Uhr
Ohne Frage, es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendein dubioser russischer Spam über ICQ rein kommt. kenn ich, wenn auch nicht täglich. Da wünscht man sich Nachrichten mit fremden Sprachen einfach mal ignorieren zu können. Man kanns ja eh nicht lesen. ...
war doch absehbar! seit der geburt des internets sind dinge wie spam und botnets immer häufiger, besser und aufdringlicher geworden; warum ist völlig klar: damit kann man geld machen. und scheinbar funktionierts ganz gut, sonst würde sich ein negativtrend abzeichenen, aber im gegenteil es wird i ...
Ich denke zwar auch das es wesentlich mehr cybercrime geben wird. Aber das ein Unternehmen das als "neue erkenntnis" verkauft finde ich eher merkwürdig...es ist einfach so offensichtlich. ...
ja ich denke auch dass es 2010 richtig zur Sache geht mit ddosattacken , spambots etc.. wieviele server wurden in letzter Zeit angegriffen, wieviele Seiten waren davon betroffen.. Gulli, Amazon, Goalstar.. Twitter wurde gehackt, die größte chinesische suchmaschiene wurde gehackt.. da wird noch ein ...
...und findet komische russische Pornoseiten. Das kenne ich. Flüchtigkeitsfehler sind oft sehr lästig, aber würdest Du bitte die Umsätze in der Überschrift ändern bevor andere anfangen, wie wild drauf rumzureiten. Besten Dank! So long bye 4 now... Ehrlich ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen