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Social Networks als Gefahr für Staatsgeheimnisse

Das US-Verteidigungsministerium hat offenbar ein Geheimhaltungs-Problem. Zunehmend, so gab das Ministerium heute zu, leaken Mitarbeiter vertrauliche Daten auf Social Networks wie Facebook, Twitter und Myspace.

Social Networks und Datenschutz sind oft eine schlechte Mischung. Das müssen nicht nur viele Jugendliche schmerzhaft lernen. Auch dem US-Verteidigungsministerium kommen über die beliebten Communities offenbar des Öfteren Daten abhanden. Über einen Zeitraum von 18 Monaten soll es gleich 16 derartige Vorfälle gegeben haben. Dies gab das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage der Firma Lewis PR - die sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Sicherheitsfirma F-Secure kümmert - unter dem Freedom of Information Act hin zu. 

Aufgrund dieser Vorfälle wurden nach Angaben von Lewis PR zehn Mitarbeiter disziplinarisch belangt. Wie genau die Disziplinarmaßnahmen aussahen, ist allerdings nicht bekannt. 

Im Rahmen dieser Entdeckungen sprach Lewis die entsprechenden Regelungen des Verteidigungsministeriums an. Diese untersagen es Angestellten nicht, Social Networking zu nutzen. Allerdings werden die Angestellten darauf aufmerksam gemacht, sich verantwortungsbewusst zu verhalten und nichts zu tun, was ihre Arbeit gefährden oder ein schlechtes Licht auf ihren Arbeitgeber werfen könnte.

Diese Verhaltensregeln allerdings werden offensichtlich nicht immer umgesetzt. Ein Sprecher von F-Secure erklärte daher, seiner Meinung nach müsse das Verteidigungsministerium mehr dafür tun, dass die Regeln auch eingehalten würden. "Es ist besorgniserregend, dass Angestellte in sensiblen Positionen vertrauliche Informationen auf Twitter oder anderen Wegen weitergegeben haben," so Mikko Hypponen, Sicherheitsexperte von F-Secure, "Sie glauben vielleicht, dass sie sich Freunden oder ihrer Familie anvertrauen, wenn sie auf Facebook gehen. Aber die aktuellen Änderungen in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook könnten dafür Sorgen, dass sie Informationen an die Ganze Welt weitergeben. Dies ist eine potentielle Sicherheitslücke.

(via CSO Online, thx!)

(Bild: Public Domain via Wikimedia Commons, thx!)

Annika Kremer am Mittwoch, 27.01.2010 23:58 Uhr

tagsTags: social network

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18 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • titus_shg am 28.01.2010 21:39:38

    .... sonst könnte man beispielsweiße in Afghanistan einpacken. Das kann man doch sowieso. Und im Irak gleich mit. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, die Zustände da könnte man irgendwann in Richtung "Demokratie nach US-Muster" umkrempeln? Je weniger man si ...

  • Hasron am 28.01.2010 19:40:24

    Hasron: Totale Transparenz von Staatsorganen != totale Transparenz von allem einschließlich Unterwäsche. Natürlich geht es mir nur um Dinge, die auch für "uns" relevant sind. Kriegspläne gehören da dazu. Informations- und Desinformationsstrategien auch. Folterlage ...

  • Annika_Kremer am 28.01.2010 17:26:41

    Hasron: Totale Transparenz von Staatsorganen != totale Transparenz von allem einschließlich Unterwäsche. Natürlich geht es mir nur um Dinge, die auch für "uns" relevant sind. Kriegspläne gehören da dazu. Informations- und Desinformationsstrategien auch. Folterlager in Kuba sowieso. Rechtswidri ...

  • u-x am 28.01.2010 17:10:10

    wenns keinen unterschied macht warum dann die geheimhaltung Ich stell einfach mal in den Raum: Wer verschlüsselt seine Daten/Kommunikation wenn er nix zuverbergen hat und zufällig mal kein Terrorist ist? ;) ...

  • Hasron am 28.01.2010 16:41:30

    Aber auch nur, weil ein völlig altmodisches Sicherheitskonzept verfolgt wird, Security by Obscurity ist out und dumm. Die ersten, die die Infos kriegen, sind eh immer die "Bösen" also der Gegner und irgendwelche Kriminellen, die damit womöglich noch Geschäfte machen ...

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