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MusicDNA: Die Zukunft der Musikdatei?

Einmal im Jahr treffen sich die großen Vertreter der Musikindustrie zu einer Konferenz in Cannes, Frankreich. Es geht um den Austausch neuer Ideen, das Knüpfen von Kontakten und die Vorstellung der Zukunft.

Diese nämlich sieht nicht besonders rosig aus - zumindest wenn man allein nach den Äußerungen der Musikindustrie geht. Auf der Marché international de l'édition musicale (MIDEM) Konferenz in Cannes versucht man dennoch den kreativen Fortschritt zu bewahren. Mit einer neuen Technologie, die man inzwischen auch als einen der möglichen Nachfolger zum MP3-Format handelt, ist man dem Ziel einen Schritt näher gekommen. Zumindest denkt man das.

Das Zauberwort heißt MusicDNA und wurde auf der MIDEM-Koferenz erstmals vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Datei, die weit mehr als nur das gewünschte Musikstück enthält. Auch umfangreiche Informationen zum Künstler, wie beispielsweise Fotos, Songtexte, Tourdaten oder Twitterfeeds können an die Datei gekoppelt werden. Wenn ein Musikliebhaber die MusicDNA-Datei eines Künstlers kauft, erhält er im selben Zuge tiefgreifende Informationen.

Auch Links zu Videoclips können darunter sein, oder lediglich Handnotizen des Künstlers zu einem Track. Am begehrtesten dürfte jedoch die direkte Verknüpfung zu einem Fan-Shop sein. Dort kann der Hörer dann direkt sein Fan-T-Shirt und anderen Merchandise sowie Konzertkarten kaufen. Sollte der Künstler ein Blog führen oder regelmäßig twittern - auch kein Problem. MusicDNA bindet diese Informationen direkt ein, so dass der Konsument immer auf dem aktuellsten Stand ist.

Der Ansatz ist dabei nicht neu. Apples iTunes-Store hat erst vor wenigen Monaten ein neues Format vorgestellt, dass der Musikdatei interaktive Elemente hinzufügt. Auch die Majorlabels lassen an einem vergleichbaren Format forschen, das auf den Namen CMX getauft wurde. Welches Format letzten Endes das Rennen machen kann, läßt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.

Ziel aller Formate ist es, Musikpiraterie einzudämmen. Denn auch wenn kein Digital Rights Management (DRM) zum Einsatz kommt, versuchen die Tracks ein Update bei sich selbst durchzuführen. Gelingt dies nicht oder wird die Datei als illegale Kopie erkannt, so bleibt die Musikdatei statisch. Updates aus dem Twitter-Feed des Künstlers, oder dessen Blog, Tourdaten, Fanshop - nichts wird aktualisiert. Auch wenn der Ansatz, Künstler und Konsumenten mehr miteinander zu verknüpfen sehr gut ist, wird die Dial-Home-Funktion Viele vor einer Nutzung abschrecken.

(via guardian, thx!)
(Bild via soundcloud, thx!)
 

Klaus Müller am Montag, 25.01.2010 14:00 Uhr

tagsTags: midem

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vgwort
 
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42 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • SkyLiner_360 am 27.01.2010 14:28:21

    Digitale Musik ist fürn A****! Ich will & werde weiterhin CDs kaufen. Diese "tollen" Zusatzinfos kann ich mir auch selber besorgen... Und CDs sind also nicht digital? :D ...

  • xzeNji am 26.01.2010 21:48:44

    Digitale Musik ist fürn A****! Ich will & werde weiterhin CDs kaufen. Diese "tollen" Zusatzinfos kann ich mir auch selber besorgen... ...

  • z0xy am 26.01.2010 19:21:34

    Wenns so weit kommt dann wird halt in FLAC, OGG, MP3,... getauscht. Diese Features sind ALLE aber auch wirklich ALLE unnötig und würden mich nicht zum kauf einer (ja evtl.) teureren CD überreden. Nein danke. ...

  • Grazer57 am 26.01.2010 14:33:36

    @ SkyLiner_360 jo Anlage oder live ...... ...

  • Farzi am 26.01.2010 14:12:21

    Aber von wirklich Musick anhören kann dann auch nicht mehr die Rede sein. Nee, natürlich nicht - wirkliches Musik-Anhören geht schließlich nur live... ;) ...

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