
Eine aktulle Untersuchung zur Bedeutung des Erdbebens im Internet und insbesondere in der Cybercrime-Landschaft führte der Sicherheitsdienstleister Zscaler durch. Wenig überraschend: die Geschehnisse bewegten zahlreiche Menschen, die sich in der Folge mit Hilfe des Internets zu informieren versuchten. Innerhalb von 24 Stunden nach dem Beben stieg die Zahl der angeklickten URLs in Verbindung mit dem Stichwort "Haiti" um 1558 Prozent. Der zugehörige Internetverkehr stieg sogar um 5407 Prozent.
Logischerweise bescherte diese Flut von Aufrufen dem Thema eine große Prominenz. Sie beförderte das Thema in der Suchmaschinenoptimierung ganz nach vorne - eine Einladung für Kriminelle, die in der Folge begannen, ihre mit Malware infizierten Websites entsprechend anzupassen. Kurzerhand wurden Keywords, die mit den Geschehnissen in Haiti in Verbindung stehen, in diese Seiten eingebaut. Das Ziel: möglichst viele Benutzer zu den virtuellen Dreckschleudern locken.
Zscaler hat bereits einige infizierte Seiten ausfindig gemacht, welche die spezifischen Haiti-Suchkriterien bei der Suchmaschinenoptimierung ausnutzen, um Besucher der Webseiten auf so genannte FakeAV-Seiten weiterzuleiten. Diese generieren ein Pop-up-Fenster mit der Warnung, der Computer sei infiziert und bieten gleich die passende Anti-Virus-Software zum Kauf an. Statt dem helfenden Programm laden sich die Anwender jedoch heimtückische Malware herunter. Dieses Vorgehen ist auch unter dem Stichwort "Scareware" (von Englisch "to scare": Angst machen) bekannt und tauchte bereits des Öfteren im Zusammenhang mit wichtigen humanitären, politischen oder popkulturellen Ereignissen auf.
Interesse und Hilfsbereitschaft der Benutzer, aber auch deren mangelnde technische Kenntnisse, werden von den Cyberkriminellen gnadenlos ausgenutzt. "Jeder will helfen und genau das machen sich die Internetkriminellen zu Nutze", sagt Daniel Wolf, Territory Manager DACH bei Zscaler Europe. "Wir empfehlen allen Interessierten, nur Spenden-Websites von bekannten Organisationen aufzurufen, oder solche, die von offizieller Stelle legitimiert sind. Zudem sollte man bei automatischen Weiterleitungen Vorsicht walten lassen."
(via IT SecCity, thx!)
(Bild via Xnexno @ DeviantArt, thx!)
Annika Kremer am Donnerstag, 21.01.2010 15:07 Uhr
Keine News wert. Wieso denn nicht? Vll. warnt es den ein oder anderen User, der das liest und ist jetzt etwas vorsichtiger, beim Erkunden von Haiti! ...
Keine News wert. ...
Aktuelle Ereignisse, die viele Menschen interessieren, werden oft von Cyberkriminellen ausgenutzt. So auch im Falle des Erdbebens von Haiti, das die Spam- und Malware-Verbreiter fleißig für ihre Zwecke nutzen. [url=http://www.gulli.com/news/cyberkriminelle-nutzen-haiti-zur-virenverbreitung-2010-0 ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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