
Dutzende Programmierer kommen an diesem Samstag auf dem CrisisCamp Haiti in Washington zusammen, um Ideen für Software zu entwickeln, die den Menschen in Haiti helfen könnten - und diese umzusetzen. Herauskommen sollen Programme, die Helfer dabei unterstützen sollen, Opfer des Erdbebens zu finden und zerrissene Familien wieder zusammenzubringen.
"Es ist ein Weg, denjenigen hilfreiche Werkzeuge und Fachwissen zur Verfügung zu stellen, die in Haiti in Hilfseinsatz sind", sagt Gabriale Schneider von der Sunlight Foundation. Ihre Organisation stellt die Räume für die Veranstaltung zur Verfügung.
Organisiert wird das BarCamp in Washingtom von Crisis Commons, einer Gruppe, die Fachwissen für die Katastrophenhilfe sammelt. Ein ähnliche Veranstaltung findet gleichzeitig in Silicon Valley statt, weitere sind in verschiedenen Städten nicht nur in den USA geplant. "Du schaust dir die Nachrichten an und es ist wie das Trauma nach dem 11. September", sagt Jonathan Nelson, einer der Teilnehmer des Camps in Washington.
"Haiti ist so weit weg - du hast Verpflichtung hier, aber du willst etwas beitragen. Ich dachte einfach, 'ich muss da hin'." Mit diesen Gefühlen dürfte Nelson für viele der Computerspezialisten stehen, die in den letzten Tagen ihre Fähigkeiten eingesetzt haben, um den Helfern vor Ort in Haiti unter die Arme zu greifen.
Besonders schnell reagiert hat die Community hinter der freien Google-Maps-Alternative OpenStreetMap. Vor dem Erdbeben gab es keine brauchbaren Karten von Haiti. Also erstellten sie aus aktuellen Satellitendaten in nur wenigen Stunden detaillierte Karten von Haitis besonders betroffener Hauptstadt Port-au-Prince. Mittlerweile ist sogar ein Routenplaner verfügbar.
Die OpenStreetMap-Community hat sich vor allem darauf konzentiert, Brücken, funktionierende Infrastruktur und zerstörte Gebäude zu erfassen. Solche Informationen finden sich auch auf den Karten von Ushahidi. Die freie Software wird für dafür entwickelt, Informationen über Krisensituationen sichtbar zu machen.
In wenigen Stunden brachte das Entwicklerteam eine eigene Anwendung für Haiti ans laufen. Normalerweise können Menschen in den Katastrophengebieten per SMS Informationen an Ushahidi schicken, aber das Mobilfunknetz ist nach dem Erdbeben zusammengebrochen. Die Daten kommen nun vor allem von Twitter. Amerikanische Studenten, die sich als Freiwillige gemeldet haben, helfen den kenianischen Entwicklern von Ushahidi und überprüfen die Nachrichten, sagt Ushahidi-Vorstandsmitglied Patrick Meier:
"Wir haben jetzt ein Dutzend Leute, die die Nachrichten und Twitter-Feeds von Personen durchgehen, die in Haiti sind und regelmäßig twittern. Wir bringen diese Informationen so schnell wie möglich auf die Karten, weil wir wissen, dass wir eine Menge Leute in Haiti haben, die auf die Webseite gehen, um Informationen zu bekommen."
Wer nicht programmieren kann, nutzt unterdessen das Internet, um zu Spenden für Haiti aufzurufen. Das bekannte deutsche Blog Spreeblick sammelte so mit seiner Aktion "Rettungsanker Haiti" innerhalb weniger Stunden mehr als 15.000 Euro. "Wir sind sprachlos. Fast", schrieb Johnny Haeusler, nachdem die beiden ersten Zielmarken von fünf- und zehntausend Euro bereits am ersten Tag gefallen waren.
Bild: Screenshot von Ushahidi
Simon Jonas Hadlich am Samstag, 16.01.2010 22:07 Uhr
Da könnte man noch vieles machen..wie z.B ein paar "Taurus Marschflugkörper"(ca. 1 mio das Stück) weniger abfeuern in sinnlose Kriege und Menschen helfen die es brauchen. agreed :T Kriege sind für Looser, helfen ist für Winner! mfg ...
Guter Schachzug. Scheint jedenfalls besser organisiert zu sein als manche andere Personen, die leider zurzeit mit vielen Problemen zu kämpfen haben. Wie z. B. die mehr als dämliche Tatsache, dass die, die wirklich helfen wollen, nicht zu den Krisengebieten kommen ... http://www.spiegel.de/p ...
http://www.google.com/intl/de/relief/haitiearthquake/index.html Google hat reagiert :) ...
Da könnte man noch vieles machen..wie z.B ein paar "Taurus Marschflugkörper"(ca. 1 mio das Stück) weniger abfeuern in sinnlose Kriege und Menschen helfen die es brauchen. ...
Was könnte man da noch so machen ? :T ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
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Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
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