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Großbritannien: ISP blockiert versehentlich P2P-Sites?

Kunden des britischen Providers Be Broadband sehen sich einem kleinen Problem gegenüber, nachdem einige von ihnen ihre favorisierten BitTorrent-Seiten nicht mehr erreichen konnten.

Seit der Veröffentlichung des Digital Britain Reports durch Lord Carter geht in Großbritannien "die Angst" um, dass neben umfassenden Sanktionen für Urheberrechtsverletzer auch eine Zensur beliebter P2P-Seiten stattfindet.

Die Kunden von Be Broadband mussten solche "Schockmomente" nun durchleben, nachdem zahlreiche große BitTorrent-Seiten plötzlich nicht mehr erreichbar waren. Betroffen waren unter anderem The Pirate Bay, Mininova sowie Torrentz. Innerhalb kürzester Zeit gingen die ersten Beschwerden beim Kundensupport des Providers ein, und auch in einigen Foren begann es zu brodeln. "Wieso sind BitTorrent Webseiten bei meinem ISP gefiltert?! Wenn ich einen Proxy benutze, sind sie da", schrieb ein Be Broadband Kunde bei Twitter. Vergleichbare berichte erreichten auch das Be Broadband Forum und dessen IRC-Channel, der kurze Zeit später titelte: "Verbindungsprobleme mit Mininova und TPB und wahrscheinlich auch weiteren Remote-Hosts für einige Kunden."

Was war passiert? Hatte man wirklich eine Zugriffssperre für diese Seiten gesetzt, ähnlich wie es Tele2 in Dänemark bereits bei The Pirate Bay tun musste? Bislang lautet die Antwort auf diese Frage glücklicherweise nein. Das Support-Team von Be Broadband twitterte kurze Zeit nach Eingang der ersten Beschwerden, dass das Problem nicht so schlimm sei, wie manche es vermuten: "Wir blockieren keine Seiten aber wir versuchen gerade erst die Ursache des Problems herauszufinden." Kurze Zeit später folgte eine weitere Meldung: "Bezüglich des Zugriffsproblems auf Torrent-Seiten: Nur bestimmte IPs weisen gerade diese Verbindungsprobleme auf. Unser Netzwerk-Team ermittelt."

Nach einiger Zeit folgte schließlich die erlösende Meldung im Forum: "Es scheint als gäbe es ein Problem, dass einige unsere IP-Ranges betrifft, die auf Netzwerke aus Schweden und den Niederlanden zugreifen wollen. Viele Torrent-Seiten werden wohl in diesen Ländern gehostet." Da die wohl größten Torrent-Seiten tatsächlich in Schweden (The Pirate Bay) und den Niederlanden (Mininova) gehostet werden, ist es nicht verwunderlich, dass man rasch von einer Blockade ausging.

Noch ist unklar, ob das Problem inzwischen behoben wurde. Auch die Ursache dafür ist noch nicht bekannt. (Firebird77)

(via torrentfreak, thx!)

(Bild via torrentfreak, thx!)

News Redaktion am Samstag, 20.06.2009 13:20 Uhr

tagsTags: großbritannien p2p blockade isp uk be broadband the pirate bay seite mininova.org

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • gandalf-x am 28.06.2009 16:34:15

    als arcor beispielsweise youporn gesperrt hat konnte man vom sonderkündigungsrecht gebrauch machen und fristlos kündigen. bei den jetzigen kipo sperren die kommen werden geht das nicht. es sei denn man kann beweisen das eine seite gesperrt wurde keine kinderpornografie enthält u ...

  • baummuetze am 28.06.2009 11:41:29

    nun wenn seiten vom provider gesperrt werden sollte eigentlich das sonderkündigungsrecht gelten. immerhin steht im vertrag ja das man einen zugang zum internet bekommt und nicht zu einem begrenzten teil des internets. solange eine seite nicht illegal ist verurteilt wurde und somit per gesetz gesper ...

  • Geometrix am 20.06.2009 17:49:47

    seh ich auch so. was folgen wird: 1. User merken es und wechseln den Provider (klappt 1-2 Jahre) 2. Provider werden von der MI und der korrupten Politik unter Druck gesetz und der wechsel ist nur bei Umzug oder nach ablauf der mindestens 2 Jahre dauernten Vertragsbindung (ebenfalls durch MI+Poli ...

  • salbei am 20.06.2009 17:24:13

    sieht so aus... ...

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