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The Product Bay: Gegenstände sharen und selber drucken

Mithilfe der sogenannten 3D Drucker und der Rapid Prototyping Technik könnte es auch bald für Heimanwender möglich sein, zu Hause Dinge aus Plastik selber herzustellen. Für den Austausch der Vorlagen wurde kürzlich die Webseite The Product Bay aus der Taufe gehoben.

Das Portal für das Teilen von dreidimensionalem Produktdesign wurde von Peter Sunde, besser bekannt als brokep, aus der Taufe gehoben. Von daher kommt die Nähe zur Bezeichnung des schwedischen BitTorrent Portals The Pirate Bay nicht von ungefähr.

Auch wenn das Vorhaben noch ein wenig wie Zukunftsmusik klingt. Beim sogenannten Rapid Prototyping werden die mit einem CAD-Programm erstellten Daten eines Gegenstandes an einen dafür vorgesehenen Drucker übertragen. Dieser baut das Objekt schichtweise aus Kunststoff auf. Der 3D-Drucker produziert die Gegenstände dabei mithilfe eines geschmolzenen Kunststofffadens. Auf Thingiverse.com kann man erste unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlichte Modelle herunterladen. In Anbetracht der Geschichte der schwedischen Mutterseite darf aber bezweifelt werden, ob man bei The Product Bay so sehr Rücksicht auf Markenrecht, geistiges Eigentum oder Lizenzen nehmen wird.

Den ersten bezahlbaren Drucker für den Heimbereich gibt es schon seit dem Jahr 2008. Die Bestandteile des RepRap sollen um die 400 Euro kosten. Fertig kaufen kann man ihn leider noch nicht. Adrian Bowyer erfand diesen 3D-Drucker, er wurde unter Anwendung der GNU General Public License veröffentlicht. Alle damit hergestellten Gegenstände sollen in etwa so stabil wie herkömmliche LEGO-Steine sein. Das Konkurrenzmodell (siehe Video unten) aus den USA heißt MakerBot. Zwischen 750 bis 950 US-Dollar wollen die Hersteller für ihr Bastelset haben. Die Versandkosten kommen natürlich noch oben drauf. Ein Wochenende für den Zusammenbau sollte man auch mindestens einplanen.

Manche sagen, Rapid Prototyping ist das apt-get der Zukunft. Spätestens sobald die Drucker Serienreife erreichen und man auch komplexe Gebilde damit erstellen kann, wird die Industrie gegensteuern. Die ganze Produktionsmacht aus den Händen zu geben. Und dann ziehen sich die Leute einfach selber (legal oder nicht) die Vorlagen im Netz - wo kommen wir denn da hin?

(via p2p blog, thx!)

Wired.com: Präsentation des Open Source Druckers MakerBot auf der CES.

Lars Sobiraj am Samstag, 09.01.2010 19:28 Uhr

tagsTags: the pirate bay brokep 3d-drucker

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44 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • schlussjetzt am 11.01.2010 03:27:54

    Oh-Oh... Noch so eine Erfindung, die Probleme erschaffen wird... http://www.shapeways.com/model/50105/klingon_b11.html http://www.shapeways.com/model/66405/three_towers_ring.html Man stelle sich tausende von Privatleuten vor, die gerade jetztTM (comming soon) teures Mercha ...

  • Doolb am 10.01.2010 19:43:21

    So einen Drucker will ich auch unbedingt haben:D Noch besser wäre es natürlich wenn man für wenig Geld eine CNC Fräse bekommen könnte um die Runtergeladen Sachen damit zu klonen. ...

  • 3in3r am 10.01.2010 19:16:18

    für Einzelteile genial hab schon in der Berufsschule einen gedruckten Salzstreuer in der Hand gehabt awr richtig stabil aber man fühlte bzw sah die einzelnen schichten. Man benötigt nur noch in 3d Scanner sind halt noch ziemlich teuer und dann kann man los legen und drucken was das zeug hält. ...

  • _020200 am 10.01.2010 15:25:00

    Aber richtig interessant wird es ja erst, wenn der 3D-Drucker die Teile, die man für einen weiteren braucht selber drucken kann. Dann kann er sich selber klonen. (Also ma die Elektronik außer Acht gelassen.) :p Das ist ja gerade das lustige am RepRap. Er kann ...

  • phil982 am 10.01.2010 15:11:37

    Müsste es dann nicht auch möglich sein, seine weaponmodels aus zb Counter Strike auszudrucken?? ich fänds lustig mir ne "CS 1.6 ORIGINAL DEAGLE" auszudrucken^^ dann könnte ich mir ja auch Anbauteile für meine Airsoftgun ausdrucken *träum* wenn im Spiel der vorderscha ...

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