
Wie kann das Aussterben der Presse aufgehalten werden? Keine leicht zu beantwortende Frage, bewegt sich doch mancher Verlag bewegt im digitalen Zeitalter so schwerfällig, wie es einst die Dinosaurier taten. Man verschwendet jedoch keine Gedanken daran, neue Geschäftsmodelle auf den Weg zu bringen. Besonders deutlich wird dies auch in Deutschland. Dort fordern zahlreiche Verleger und Presseorgane eine neue Gesetzesinitiative: Leistungsschutzrechte für Verlage. Im Koalitionsvertrag wurde der Sachverhalt aufgenommen. Über die Folgen mag man nicht nachdenken.
Die französische Regierung setzt derweil auf eine andere Lösung. Diese ist nicht minder "interessant". Insgesamt 60 Millionen Euro hat man zusammengekratzt. Dieser Betrag soll - verteilt auf drei Jahre - an die Online-Redaktionen ausgeschüttet werden. Vorausgesetzt, diese stellen einen entsprechenden "Hilfsantrag". Bislang sind 64 dieser Anträge eingegangen. Die benötigten Beträge können diese dabei selbst benennen.
Unter den Antragsstellern finden sich Portale wie rue89 (249.000 Euro), mediapart (200.000 Euro) oder Slate (199.000 Euro). Wer vermutet, dass diese Beträge durchweg ausreichend sein dürften, der irrt gewaltig. Insgesamt wurde für 2010 eine Summe von etwa 30 Millionen Euro gefordert - spürbar mehr, als eigentlich vorhanden ist. Darüber hinaus dürften die Zahlungen auch Fragen aufwerfen. Präsident Nicolas Sarkozy ist zwar bekanntermaßen eng mit der Medienbranche verbunden. Durch diese "Hilfszahlungen" wird dies jedoch nur noch verstärkt. Ob eine kritische Berichterstattung dann überhaupt noch möglich ist?
Fairerweise muss man erwähnen, dass die Internet-Medien jedoch nicht die Ersten sind, die auf eine finanzielle Stütze zurückgreifen dürfen. Bei den Printmedien hat sich dies bereits vor geraumer Zeit etabliert. In diesem Jahr soll die französische Presse insgesamt 900 Millionen Euro an Hilfen erhalten. Die Online-Presse hat ihr wahres Problem aber bereits jetzt entdeckt. Während die Printbranche nur 2,1 Prozent Mehrwertsteuer abführen muss, liegt dieser Wert bei den Online-Medien nach wie vor bei 19,6 Prozent.
(via futurezone, thx!)
(Bild via infopoint-europe, thx!)
Klaus Müller am Mittwoch, 06.01.2010 21:27 Uhr
Er baut sich schonmal Deckung auf um seinen Internetverlust durch three strikes kaschieren zu können :D ...
Die Verlage in Europa kämpfen ums Überleben. Schuld sei das Internet. Frankreich hat nun ein Subventionspaket für Online-Verlage aufgefahren. Der Betrag von 60 Millionen Euro über drei Jahre soll das Leiden lindern. [url=http://www.gulli.com/news/frankreich-subventionen-f-r-online-presse-2010-0 ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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