
Nach Ansicht von Martin Lewis, einem britischen Journalisten, TV-Moderator und Unternehmer nicht. In Großbritannien ist er bekannt als Experte für "Finanzangelegenheiten". Insbesondere solche, die den "einfachen Bürger" betreffen. Jüngst hat er sich auch mit dem Thema Musikpiraterie beschäftigt. Seine endgültige Feststellung ist dabei wie eine Ohrfeige für die Musikindustrie.
Bei seinen Marktanalysen hat er festgestellt, dass es für ein und dasselbe Produkt der Musikbranche oftmals erhebliche Preisunterschiede gibt. In einer freien Marktwirtschaft ist dies natürlich nichts Ungewöhnliches. Gerade darin sieht Lewis jedoch die Wurzeln des Piraterieproblems. An einem Beispiel erklärt er das Problem. Er hatte einen Track ausgewählt, der beim günstigsten Anbieter in Großbritannien 29 Pence (etwa 32 Cent) kostet. Derselbe Track kostet bei iTunes 99 Pence (etwa 1,10 Euro).
Bei einem Album verhielt sich der Preisunterschied ähnlich. Der billigste Anbieter drängte hier mit fünf Britischen Pfund (etwa 5,58 Euro) auf den Markt. Der iTunes-Preis lag mit fast acht Britischen Pfund (8,92 Euro) bedeutend höher.
Um die drastischen Preisunterschiede zu verdeutlichen, führte er schließlich ein besonders plakatives Beispiel an. Er verglich die Preise aller Alben, die sich im Jahr 2009 in den TOP 40 Charts befanden, zwischen dem günstigsten Anbieter und iTunes. Hätte man all diese Alben bei iTunes gekauft, so wäre der zu zahlende Gesamtbetrag um 864 Britische Pfund (etwa 964 Euro) höher gewesen, als beim günstigsten Anbieter.
Natürlich habe es die Musikindustrie schwer, gegen Tauschbörsen zu konkurrieren. Schließlich könne man die Werke dort kostenlos herunterladen. Letzten Endes müssen diese ja auch davon leben können. Genau in diesem Wettbewerb mit der Piraterie müsse die Musikindustrie jedoch eindringen.
"Die Musikindustrie muss aufwachen und den Wettbewerb begünstigen. Man droht von den illegalen Downloads der Tracks ausgelöscht zu werden, aber es gibt nach wie vor Überbleibsel der Haltung, dass der Preis keine Rolle spiele." Das führt ihn zu folgender These: "Wenn Musik günstiger angeboten würde, gäbe es auch weniger illegale Downloads."
Ob er mit seiner These letzten Endes Recht hat? In der Tat gibt es teilweise drastische Preisunterschiede bei bezahlten Musikdownloads. Oft genug wird seitens der Konsumenten auch betont, dass die Preise nach wie vor viel zu hoch wären. Ob sich dies zeitnahe ändern kann? Ein aktuelles Projekt von Lewis soll den Preisdschungel zumindest für Musikliebhaber transparenter machen. Die Website trägt den Namen "tuneschecker" und vergleicht diverse Angebote bezahlter Musikdownload-Portale. Über 400.000 Personen hätten dieses Angebot schon nach einem Monat in Anspruch genommen. Der Bedarf an möglichst preisgünstiger Musik sei also mehr als gegeben.
(via torrentfreak, thx!)
Klaus Müller am Montag, 04.01.2010 17:37 Uhr
Ist aber interessant, der Spiegel-Artikel von 1977, oder? MfG Andy Sehr interessant danke. ...
Ist aber interessant, der Spiegel-Artikel von 1977, oder? MfG Andy Auf jeden Fall, ist leider schon in Vergessenheit geraten.:T ...
Wozu die ganzen Spenden in die Entwicklungsländer , nach dem ganzen gejammer scheinen es die doch viel nötiger zu haben. ^Brot für die GEMA^ ;):D Stimmt. Und wenigstens kaufen die davon keine Waffen, um in anderen Ländern Kriege anzuzetteln. Sie löschen ihre Fei ...
Ich schlage vor ein Spendenkonto für die kurz vor dem Hungertod stehenden Künstler und deren Rechtevertreter einzurichten. Wozu die ganzen Spenden in die Entwicklungsländer , nach dem ganzen gejammer scheinen es die doch viel nötiger zu haben. ^Brot für die GEMA^ ;):D ...
Warum nur kommt mir das hier (aus 1977) so unheimlich bekannt vor? Da sind sie dem "Tod" ja anscheinend gerade noch mal von der Schüppe gesprungen, die Ärmsten... :rolleyes: MfG Andy ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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