Aktiv wurde man auch in der Schweiz und den Niederlanden. Man sei derzeit dabei, an der Lübecker Bundespolizeiakademie Geräte diverser Hersteller zu untersuchen, die jeweils unterschiedlich funktionieren. Im Blickpunkt der Mitarbeiter seien dabei vor allem die Geräte mit Millimeterwellentechnologie ("Terahertz-Scanner"). Zum Einsatz an einem Flughafen soll die Hardware aber erst dann kommen, sobald die Tests abgeschlossen seien. Bisher wurden diese laut gültigem EU-Recht (noch) nicht zugelassen. Nur wenn die Mehrheit der Mitgliedsstaaten der EU der Einführung zustimmt, wäre der Weg frei für die Körperscanner. Deutschland hat nach eigenen Angaben bislang noch nicht einmal einen derartigen Antrag gestellt. Nach Ansicht des Vorsitzenden der deutschen Strahlenschutzkommission, Prof. Dr. Rolf Michel, könnte die Röntgenstrahlung der Nacktscanner langfristig Krebs und Leukämie erzeugen. Diese Institution ist für die Beratung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in allen Angelegenheiten des Schutzes vor Strahlen zuständig.
Die hessischen Piraten bilanzierten die aktuellen Ereignisse mit dem Titel: "Nacktscanner sind ein ganz klarer Gewinn - für die Sicherheitsindustrie". Die Piratenpartei Deutschland weist darauf hin, dass man dieses Vorhaben noch vor kurzem als Unsinn bezeichnet hat. Eine Sprecherin des Innenministeriums gab im Oktober 2008 öffentlich bekannt, dass die Einführung dieser Geräte "ausgeschlossen" sei. Zum gleichen Zeitpunkt gab die Gewerkschaft der Polizei zu Protokoll, dass man mit den Köperscannern keine Verbesserung des Sicherheitsniveaus erreichen könne. Die Debatte darüber hätte aber dazu geführt, dass die Bevölkerung die Sicherheitspolitik zunehmend als maß- und schamlos wahrnehmen würde.
"Den Fluggästen wird ein zusätzlicher Schutz vor Anschlägen durch die Nacktscanner nur vorgegaukelt. Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung wird hier erneut tief in die Privatsphäre der Bürger eingegriffen", so Nico Kern von den Piraten in Nordrhein-Westfalen dazu. Bereits vor über einem Jahr äußerte sich auch der populäre IT-Sicherheitsberater und Experte für Risiko-Abwägung Bruce Schneier zu dieser Fragestellung. Er schrieb, dass man mit diesem System nur dämliche Terroristen fangen kann. Die intelligenten Vertreter werden kaum eine fertige Waffe am Körper tragen. Er nimmt an, sie bauen diese in der Umkleidekabine des Flugzeuges aus verschiedenen Bestandteilen zusammen, die sie zuvor gut versteckt im Handgepäck verstaut haben. Seiner Meinung geht es primär darum, die Menschen zu beruhigen, anstatt Kriminelle zu fangen.
Petra Pau von der Fraktion Die Linke bezeichnete die Nacktscanner als sicherheitspolitische Fata Morgana. "Sollte die Union indes bei einschlägigen Firmen geschäftlich im Wort stehen, dann könne sie die gewünschten Scanner ja vor ihrem Fraktionssaal aufstellen."
(via Welt Online, thx!)
(Bild: Screenshot dieses Videos von LiveLeak.com, thx!)
Lars Sobiraj (g+) am Montag, 04.01.2010 17:27 Uhr
Um die Bodymaße von uns Bürgern festzuhalten, gibt eine viel billigere Lösung. Eine Überwachungskamera ausgerichtet auf einen Durchgang (Metalldetektor), den jeder Passagier durch schreiten muss. Dann kann man an Hand der Maße des Durchgangs, meine oder deine Maße bis vielleicht auf +- 1cm festhalte ...
@Babaroga den "Nacktscann" als solches in seiner ursprung version irgendwo in einer Datenbank abzulegen Genau so sieht es auch aus, der Scanner benötigt ein "richtiges" Bild um damit arbeiten zu können. Beim heutigen Stand der Technik und in dem Wissen um unsere Politiker, m ...
Nein. Bei den momentan geplanten Körperscannern sieht dich, im Gegensatz zu denen, die gerade erst von den Regierungen abgelehnt wurden, niemand mehr nackt, da das Auswerten des Bildes der Rechner übernimmt. Beim abtasten darfst du dich befummeln lassen, was um einiges pein ...
Um von Körperscannern auf Gedankenscanner zu kommen, braucht man aber etwas mehr als nur die gesunde Paranoia. haha willst mich als geistig nicht ganz fit darstellen lol :D braucht man aber etwas mehr als nur die gesunde Paranoia Ach wirklich ...
Ja, ja, also doch das mit dem Wasserstoffperoxid. :D Sollte doch erst mal 3 Monate in den Fässern wo gelagert werden. :D ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.