
Es handelt sich bei dieser Idee nicht darum, die Medienverbreitung künstlich zu verlangsamen - das wäre auch ein recht aussichtsloses Unterfangen - sondern darum, eine neue Haltung zu den Medien zu entwickeln, welche inzwischen bei Warp-Geschwindigkeit angekommen sind. In der Kurzform lautet das "Slow Media Manifest": "Aufmerksamkeit und Konzentration - mithin Qualität - sind keine Frage der Medien, sondern der Haltung, mit der man sie nutzt." Slow Media will einen Grundstein legen für "nachhaltige Medien", welche einen Gegenentwurf darstellen zu Niedriglöhnen im Mediensektor, und blinder Datensammelwut von Plattformbetreibern und anderen Medien, die mit "hohem Werbedruck" in den Markt gepresst werden. "Slow Media" will die neuen Medienmöglichkeiten nutzen - aber mit Bedacht. Natürliches Wachstum, virale Verbreitung aufgrund hoher Qualität und eine gesunde Community sollen diese langsamen Medien auszeichnen. Überhaupt: Qualität und ein ersthaftes Verhältnis zu den Nutzern soll "Slow Media" kennzeichnen.
Soweit die Theorie, die zunächst mal nur eines ist: eine Theorie. Tatsächlich aber könnte "Slow Media" ein notwendiger Schritt sein, um die Debatte um Qualitätsjournalismus im Internet anzukurbeln - und in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Zahlungsbereitschaft der lesenden Kundschaft zu erhöhen. Der gegenwärtige Stand des Diskussion sieht auf Kundenseite oft eher so aus, dass Unverständnis herrscht, warum man für digitale Inhalte zahlen soll, die man auch auf anderen Portalen im fast selben Wortlaut (und Atemzug) nachlesen kann. Der Journalismus ist durch die Geschwindigkeit der neuen Medienmöglichkeiten in den letzten Jahren bekanntermaßen enorm unter Druck geraten. Das "Slow Media Manifest" bezieht sich aber nicht nur auf Journalismus, sondern ganz im allgemeinen auf die "neue" Medienwelt, die vor allem durch Geschwindigkeit und Kurzatmigkeit gekennzeichnet ist.
Manifeste stoßen in der Regel immer schnell an ihre Grenzen, jedoch lohnt sich eine Auseinandersetzung. Sicherlich ein interessanter Denkanstoß, der 2010 vielleicht tatsächlich Folgewirkung haben könnte. Erstellt wurde das Manifest von Benedikt Köhler, Sabria David und Jörg Blumtritt in Bonn und Stockdorf und es wurde am 2. Januar im Internet veröffentlicht. Und sickerte von dort an mit zunehmender Geschwindigkeit durch unterschiedlichste "soziale Medien".
Bild: Slow Media Webseite
Martin Wisniowski am Sonntag, 03.01.2009 23:56 Uhr
Gegen das theoretische Konzept habe ich eigentlich sehr wenig einzuwenden. Doch ebenso wie csLestard ist mir dieses viel zu allgemein.Selbstverständlich hören sich die Phrasen schön und richtig an, ich würde mir allerdings gerne einen Beispielartikel durchlesen, der unter Berücksichtigung des ...
Ich denke das widerspricht schlichtweg der Natur der meisten Leser. Die mögen ihr Junkfood, sie wollen in ihrer Freizeit keine Doktorarbeit lesen. Das Manifest selber finde ich leider viel zu umständlich geschrieben. Schade, weil vieles daran ist echt wahr! ...
Das Manifest ist so abstrakt geschrieben, dass es letztlich nur aus allgemeinem Gelaber besteht von wegen "macht die Medien besser". An keiner Stelle wird es aber konkret, wie genau die sich das Vorstellen. Konkrete Beispiele werden auch nicht genannt. Damit hört es sich für mich ziemlich Wertlos ...
Pünktlich zu Jahresbeginn ist ein Manifest für "Slow Media" aufgetaucht. Ähnlich wie die "Slow Food" Bewegung möchte man zu bewussterem Erstellen und Genießen (von Medien) in unserer schnelllebigen Zeit einladen. [url=http://www.gulli.com/news/slow-media-manifest-f-r-langsame-medien-2010-01-03 ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen