
So sind mindestens 76 Journalisten in den vergangenen zwölf Monaten während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 16 mehr als im Jahr 2008. Ebenso stieg die Anzahl von Journalisten, die bedroht oder körperlich angegriffen wurden, von 929 auf 1456 an - ein massiver Zuwachs um rund die Hälfte.
Die meisten Todesfälle unter Journalisten gab es auf den Philippinen. Ebenfalls ein gefährliches Pflaster für Medienschaffende waren Somalia, Pakistan und Russland.
Besonders gefährlich: Die Kriegs- und Wahlberichterstattung. In diesen Situationen geraten Journalisten leicht zwischen die Fronten - mit mitunter extremen Konsequenzen. "Über einen bewaffneten Konflikt zu schreiben erweist sich als immer gefährlicher für Journalisten: Sie geraten in die Schusslinie, werden gezielt ermordet oder entführt. Aber auch die Berichterstattung während Wahlperioden ist in einigen Ländern eine riskante Arbeit, die im Gefängnis oder im Krankenhaus enden kann", sagt ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard anlässlich der Veröffentlichung der Jahresbilanz 2009.
Bei der Zahl der Festnahmen gab es einen leichten Rückgang in Bezug auf "klassische" Journalisten. Dafür wurden deutlich mehr Blogger und Internet-Nutzer inhaftiert. Zum ersten Mal veröffentlicht ROG in seiner Jahresbilanz außerdem die Zahl von Journalisten, die in den vergangenen zwölf Monaten gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen: 2009 sind 157 Medienmitarbeiter ins Exil gegangen, weil ihr Leben oder ihre Freiheit bedroht wurde. "Unsere größte Sorge ist in diesem Jahr der massive Exodus von Journalisten aus repressiven Staaten wie dem Iran oder Sri Lanka. Die Behörden in diesen Ländern fördern häufig bewusst eine Flucht von Journalisten und Bloggern, um damit den Pluralismus der Meinungen und Kritik zu unterdrücken", sagt Jean-François Julliard.
Der komplette Bericht kann im Internet gelesen werden.
Annika Kremer am Mittwoch, 30.12.2009 18:30 Uhr
"Unsere größte Sorge ist in diesem Jahr der massive Exodus von Journalisten aus repressiven Staaten wie dem Iran oder Sri Lanka. Die Behörden in diesen Ländern fördern häufig bewusst eine Flucht von Journalisten und Bloggern, um damit den Pluralismus der Meinungen und Kritik zu unterdrà ...
Es tut immer wieder weh, solche Statistiken lesen zu müssen. Jeder freie Journalist der getötet wird, weil er kritisch über Misstände in seinem Land berichtete, wird für die Zukunft fehlen. Schlimmer noch. Jedes Loch erzeugt auch einen erheblichen gravitativen Effekt, auf alle anderen Bericht ...
Um die Pressefreiheit weltweit ist es nicht zum Besten bestellt: Gewalt und Repressionen gegen Journalisten haben im Jahr 2009 zugenommen. Diesen Schluss zieht die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) in ihrer am heutigen Mittwoch veröffentlichten Jahresbilanz. [url=http://www.gulli.com/news ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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