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Internetzensur in China verschärft

Domains in China müssen staatlich angemeldet und geprüft werden oder verschwinden für Chinesen aus dem Netz. Angeblich soll damit der chinesische Bürger vor Pornographie und die Welt vor Betrugsseiten aus Fernost geschützt werden.

Aufgrund der vielen betrügerischen und pornographischen Web-Seiten unter chinesischen Domains reagierte die chinesische Regierung jetzt mit deutlich höheren Auflagen zur Registrierung von Internetadressen in China. Dadurch haben chinesische Bürger seit vergangener Woche allerdings auch nicht mehr das Recht, sich ohne Weiteres Internetseiten in China registrieren zu lassen. Dies ist nur noch mit speziellen Gewerbelizenzen und Anträgen möglich.  

Jetzt veröffentlichte das Ministerium für Industrie und Information der Volksrepublik China neue Details zu seinen weiteren Maßnahmen, die entwickelt worden seien, um pornographische Inhalte aus dem chinesischen Internet zu entfernen. In Wahrheit werden deutlich mehr Inhalte als die besagten aus dem Netz getilgt.

In Zukunft sollen die bestehenden staatlichen Auflagen zum Anmelden von Internetseiten noch enger gefasst und verstärkt werden. Vor allem sollen wichtige Seiten, die nicht staatlich registriert sind, für die Bürger Chinas nicht mehr erreichbar sein, die URLs werden nicht aufgelöst. Dies gilt im Besonderen für im Ausland registrierte Web-Seiten, die nicht im Herrschaftsbereich der fernöstlichen Republik liegen. Sind sie nicht von der chinesischen Regierung autorisiert, werden sie für den chinesischen Teil des Internets vollständig gesperrt. Selbst bereits vor den Regierungsbeschlüssen bestehende chinesische Web-Seiten müssen sich nachträglich registrieren lassen, andernfalls werden sie aus dem chinesischen Teil des Netzes verbannt. Dadurch entsteht eine "white list" zugänglicher Internetseiten, deren Inhalt vorab von der Regierung zuvor streng kontrolliert und genehmigt worden ist. 

Eine weitere „black list“ enthält Personen, die zuvor bereits gegen die geltenden Regelungen verstoßen hatten und deshalb von der Registrierung weiterer Domains in China ausgenommen sind. Bisher hat das Ministerium bereits drei Unternehmen verboten, chinesische Domänen anzubieten, bis sie ihre Vergabeverfahren den staatlichen Auflagen angepasst haben.

 (Via theregister.co.uk, thx!)

(Bild via schoschie@flickr.com unter CC - some rights reserved, thx!)

 

Julia Klein am Dienstag, 22.12.2009 22:24 Uhr

Tags: china internetsperren internetzensur diktatur

vgwort
 
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33 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • eliveo am 26.12.2009 11:52:07

    Eben. Wir sind einfach zu viele. Und ich lese gerade einen Roman, wo die Internetzensur Chinas verarscht wird. ...

  • domnz am 26.12.2009 05:26:30

    Der versuch der Regierung Chinas das Internet zu kontollieren ist genau so erfolgreich wie der versuch westlicher Anwaelte das filesharing zu unterdrueken, wir sind einfach zu viele!! :D ...

  • Farzi am 24.12.2009 16:21:39

    Wie jetz', die armen Schweine können keine Pornos gucken ? Klar können die Pornos kucken. Die ham nu wirklich genug Menschen dort, um eigenen P0rn zu drehen. ;) ...

  • hackint0sh am 24.12.2009 14:40:09

    Wie jetz', die armen Schweine können keine Pornos gucken ? Lt. Statistik tut das doch jeder Mann!!!! ...

  • Xiaoma am 24.12.2009 12:13:38

    @Redaktion: Kann ich bitte mal die Originalquelle lesen? Wo stammt die Meldung her? ...

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