
Die Experten rechnen in den kommenden Wochen mit "einer deutlichen Zunahme von Spam mit Weihnachts- und Neujahrsbezug". Aktuell erhalten die Fachleute von G Data bereits vermehrt Varianten gefährlicher Weihnachts- und Silvestergrüße. Insbesondere E-Cards werden viel und gerne genutzt, um Schadcode auf den Rechner nichtsahnender Opfer zu bringen. Links zu präparierten Websites spielen auch bei dieser Epidemie wieder eine Rolle. Ist der Schadcode einmal auf dem Rechner, übernimmt er diesen und verwandelt ihn in einen "Zombie" zur Verstärkung eines Botnets.
Neu sind diese Taktiken nicht - auch wenn es offenbar noch immer genug uninformierte Computer-Nutzer gibt, die auf derartige Tricks hereinfallen. Ralf Benzmüller, Leiter des G Data Security Labs, sagt: "Die Anzahl der gefälschten Grußkarten hat sich zum Vorjahr nicht signifikant verändert. Aktuell sehen wir jedoch wieder einen saisonalen Anstieg der Weihnachts-E-Cards. Die Betrüger erhoffen sich gerade zu Weihnachten eine hohe Erfolgsquote, denn zum Fest der Liebe erwarten die Leute am ehesten Grußkarten und klicken dann möglicherweise auch unbedacht auf Anhänge oder Links."
Um die Anzahl der Infektionen gering zu halten, geben die Experten einige Tipps zur Unterscheidung seriöser Anbieter weihnachtlicher Gimmicks von betrügerischen Cyberkriminellen. "Seriöse Anbieter von Onlinegrußkarten nennen in der Betreffzeile den kompletten Namen des Absenders. Grußkarten die 'von einem Freund' oder 'von einem Nachbarn' oder auch 'von einem Kollegen' oder ähnlich anonymen Quellen kommen, sollten direkt ignoriert werden und gehören ungelesen in den Papierkorb. Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie fehlende oder falsch dargestellte Umlaute im Betreff oder Text der E-Mail sind ebenfalls ein Indiz für Betrugsmails. In einigen Grußkarten ist der Gruß angeblich als Datei an die E-Mail angehängt. Solche E-Cards sollten einfach gelöscht werden. Seriöse Anbieter von elektronischen Grußkarten versenden keine Gruß-Mails mit Anhängen. Man sollte ebenfalls misstrauisch werden, wenn nach dem Klick auf den Link in einer solchen E-Mail zum Download einer Datei aufgefordert wird. Aber auch wenn die Webseite hinter dem Link auf den ersten Blick unverdächtig erscheint, kann unbemerkt Schadcode auf den Rechner gelangen. Eine weitere Variante, um Malware auf den Rechner des E-Card Empfängers zu schleusen, ist die Aufforderung, den Flash-Player, andere Abspielsoftware oder einen Codec zu aktualisieren. Sobald die gefälschte Grußkartenseite aufgerufen wurde, öffnet sich ein PopUp Fenster mit einem Downloadlink zum angeblichen Update. Aktualisierung für Software sollte nicht über solche PopUps erfolgen, sondern immer direkt beim Hersteller abgerufen werden," erklärt G Data.
Wie übliche also ist wieder einmal vor allem umsichtiges Verhalten der Benutzer gefragt, um die saisonale Trojaner-Epidemie unbeschadet zu überstehen. Leider herrschen aber genau in diesem Bereich teilweise noch erhebliche Defizite, der Aufklärungsarbeit einiger Experten zum Trotz. Es bleibt zu hoffen, dass zunehmend weniger Menschen auf derartige Kampagnen hereinfallen.
(via IT SecCity, thx!)
(Bild: Public Domain via Wikimedia Commons, thx!)
Annika Kremer am Montag, 21.12.2009 23:20 Uhr
Ich erinnere hier einmal an die ASCII Ribbon Campagne ;) Daher: kein HTML in E-Mails! ...
Spam-Versender und Cyberkriminelle nutzen bekanntlich gerne Feste und Feiertage zur Verbreitung ihrer unerwünschten Post. Auch das diesjährige Weihnachtsfest bietet dabei keineswegs eine Ausnahme, wie Sicherheits-Experten der Firma G Data warnen. [url=http://www.gulli.com/news/alle-jahre-wieder-k ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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