Zahlreiche Aufgaben können schnell und kostengünstig gelöst werden, wenn man genug Internet-Nutzer davon überzeugen kann, dass dieses Projekt einen Teil ihrer Zeit und ihres Arbeitseinsatzes wert ist. Oftmals können große Gruppen freiwilliger Helfer mit der richtigen Anleitung und Infrastruktur erstaunlich gute Ergebnisse erzielen. So helfen Freiwillige bei der Klassifizierung von Galaxien, der Digitalisierung alter Bücher und zahlreichen anderen Projekten. Dabei konnten Erfolge erzielt werden, die offenbar auch die NASA überzeugten. Diese hofft nun auf freiwillige Unterstützung beim Zählen der Marskrater auf Fotos unseres Nachbarplaneten.
Im Rahmen des Projekts "Be a Martian" ("Sei ein Marsianer") sollen Internet-Nutzer dabei helfen, bessere Karten des "roten Planeten" zu erstellen. Die US-Weltraumbehörde brauche diese "Armee von Beobachtern", um die umfangreichen Daten ihrer Sonden und Roboter auswerten zu können, sagte Michelle Viotti vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. Gerade beim Auswerten von Daten (im Gegensatz zu Aufgaben wie der reinen Archivierung oder dem Lösen von Rechenaufgaben) ist der Mensch dem Computer nach wie vor überlegen, weil seine Fähigkeit, Muster zu erkennen und Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, bisher auch mit sehr hochentwickelter Technologie noch nicht erreicht werden kann. Darüber hinaus würde die Entwicklung einer auch nur annähernd geeigneten Software Unsummen an Geld verschlingen - Geld, dass der NASA momentan sowieso an allen Ecken fehlt. Daher der Versuch, freiwillige Unterstützer zu gewinnen.
Offenbar hat das Konzept Erfolg: Schon in den ersten beiden Wochen riefen Tausende Nutzer 2,3 Millionen Mal Fotos zur Klassifizierung ab. Das Gefühl, zu einem wichtigen Projekt beizutragen, motiviert zahlreiche Menschen, sich an solchen Projekten zu beteiligen - gerade die Raumfahrt konnte schon lange die Fantasie vieler Menschen anregen, wovon die NASA nun profitiert. Davon, dass sie sich dieser Anziehung bewusst ist, kündet ihr Werbeslogan: "Wir leben in einer Epoche, in der jeder Forscher sein kann".
(via futurezone, thx!)
(Hubble-Foto des Mars unter Public Domain via Wikimedia Commons, thx!)
Annika Kremer (g+) am Montag, 21.12.2009 21:55 Uhr
Wow, danke ! Das klingt recht interessant, mal schauen. Hätte jetzt gedacht, dass das etwas ausmachen würde beim Spielen. Gut zu wissen :) ...
Und wenn ich am Zocken bin, versaut mir das doch sicherlich die Frames... hmm. Du meinst wahrscheinlich BOINC, denn beim Rest muss ja nicht der PC arbeiten, sondern du. Darauf bezogen: Sollte es nicht. Solange du keine massiven Probleme mit zu wenig Arbeitsspeiche ...
Klingt nett, warum nicht ? =) Habe ich weniger was dagegen.. aber ich habe meinen Rechner nciht den ganzen Tag an für sowas xD Und wenn ich am Zocken bin, versaut mir das doch sicherlich die Frames... hmm. ...
Ich bin nur für die Venus zu haben :D:D:D:D ...
BOINC nutzt die Rechenleistung deines PCs. Bei Be a Martian musst du selbst mitarbeiten, es ähnelt also eher den von mir verlinkten Projekten wie Galaxy Zoo oder PGDP. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.