Die Sängerin und Songwriterin Nicole Scoffield hat einen Song geschrieben über die Straße von Vancouver nach Whistler. Das sind die beiden Orte, in denen im Februar die olympischen Winterspiele stattfinden werden. "Sea to Skyway" heißt das Stück, dass Scoffield an das Vancouver Olympic Organizing Committee (VANOC), den Premierminister des Bundesstaates British Columbia und den Bürgermeister von Vancouver geschickt hat, weil sie dachte, sie könnten es für die Winterspiele benutzen wollen.
Man kann sich die Überraschung der Musikerin vorstellen, als sie nach einiger Zeit von dem VANOC einen Vertrag zugesandt bekam. Darin sollte Scoffield alle ihre Urheber- und Verwertungsrechte an "Sea to Skyway" abtreten - bevor die Veranstalter es sich überhaupt anhören würden, heißt es auf ihrer Website: "Das Unterschreiben des Vertrages wurde bereits als Bedingung dafür verlangt, dass VANOC sich den Songs nur anhören würde, und sagt nichts darüber aus, ob VANOC den Song später nutzen würde oder nicht! Wenn VANOC also nach dem Anhören entschieden hätte, dass sie ihn nicht mögen, würde VANOC immer noch im Besitz des Songs bleiben und Nicole hätte keine Möglichkeit mehr, ihn irgendwo als ihren Song zu präsentieren!"
Die Sängerin ist von dem Verhalten des Kommittees enttäuscht. Als Künstlerin lebe sie "nicht in glamourösen Umständen", sagt sie einem kanadischen Radiosender. "Ich habe dieses Stück mit Leib und Seele geschrieben... und es ist wirklich herzzerreißend, wenn man so viel Mühe, Zeit, eigenes Geld in etwas steckt und sie letztlich versuchen, es einem zu stehlen."
Es ist nicht das erste Mal, dass die Veranstalter der Winterspiele im Zusammenhang mit Urheberrechten negativ auffallen. Die kanadische Regierung hat extra für das Ereignis den "Schutz" von Begriffen wie "Olympische Spiele" oder "Vancouver 2010" noch einmal erweitert. Polizisten können damit sogar aus markenrechtlichen Gründen Gebäude durchsuchen.
Nicole Scoffield hat sich übrigens entschieden, ihren Song online zu veröffentlichen. Dabei sein ist eben manchmal doch nicht alles - zumindestens nicht um jeden Preis.
Via: Techdirt
Bild: Logo von Vancouver 2010, Copyright VANOC
Simon Jonas Hadlich am Montag, 21.12.2009 20:20 Uhr
Und was - wenn ich fragen darf - hat die bitteschön mit dem Artikel zu tun? :rolleyes: Das allerdings frage ich mich auch schon seit gewissen Threads... Tjaja, die Gier - und allein die Tatsache mit der Hausdurchsuchung lässt tief blicken - olympische Spiele... wers ...
Wo bitte kann ich mein Lied einreichen? Brauche noch Kohle für Weihnachtsgeschenke.Tja, das mit dem "Erwerben" der Rechte ist so eine Sache ... Sie bezahlen dir ja nicht etwa Geld dafür. ...
Die Überschrift lässt einen wieder mal ein eine Abmahnung denken, dabei geht es hier bloss um eine Vertragsklausel. Die Frage ist warum die VANOC die Rechte an ungehörten Liedern erwerben will. Wo bitte kann ich mein Lied einreichen? Brauche noch Kohle für Weihnachtsgeschenke. ...
Wen interessierts? Wenn sie es nicht will ,dann soll sie es lassen. ...
Es gab mal ne Zeit, da konnte man sich die Olypische Spiele anschauen. Heute allerdings erscheint es mir wie ein Meeting der Werbebranche und Chemiker. (i) on*Ich bin allerdings dafür das sie offiziell Olypische Doping und Werbung Spiele ausrufen. Dort könnte sich Athleten in schicke Kleidung und i ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
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