
Die inzwischen relativ bekannte Suchmaschine von Microsoft trägt den Namen "Bing". Das klagende Grafikstudio aus St. Louis nennt sich seit fast 9 Jahren "Bing!" - also mit Ausrufezeichen. Dies hat auch für die Registrierung des Namens bei entsprechendem Register eine Rolle gespielt. Denn der zuständige Beamte sah keine Verwechslungsgefahr und erteilte Microsoft daraufhin die Markenrechte für ihre Suchmaschine. Bing! will jetzt gegen Microsoft auf Schadensersatz klagen. Sie hätten den Namen schon seit vielen Jahren im Einsatz und beachtlichen Aufwand darin investiert, sich als Anbieter von Dienstleistungen zu unterscheiden und ihr Bing! bekannt zu machen.
Erst am 26. Mai 2009 hat Bing! Information Design einen Antrag auf markenrechtlichen Schutz ihres Namens gestellt - zwei Monate, nachdem Microsoft diesen Antrag für ihr "Bing" stellt. Besonders beachtenswert allerdings ist das Verhalten von Microsoft in diesem Prozess. Denn Bing! Information Design behauptet, dass Microsoft ihr Studio bereits kannte, als das Unternehmen den Antrag stellte. Außerdem habe Microsoft ganz bewusst zu dieser Zeit viel Marketing für Bing gemacht, um "Verwirrung zu stiften und den Namen zu streuen". Das Verhalten wäre "unverschämt und mit böser Absicht gewesen, um eine rücksichtslose Beeinflussung herbeizuführen".
Ein Sprecher von Microsoft reagierte bereits. Er habe bislang nicht direkt von der Klage erfahren, sei jedoch von den Medien informiert worden. Er glaube weder an einen Erfolg der Klage gegen Microsoft, noch daran, dass auf dem Markt irgendeine Verwechslungsgefahr besteht zwischen den Angeboten von Microsofts Bing und Bing! Information Design. Man würde "geistiges Eigentum" respektieren. Er fügte sogar hinzu, dass man sich auf die nächsten Schritte in dem Verfahren freuen würde.
(via Register, thx!)
(Bild: Bing Logos)
Martin Wisniowski am Samstag, 19.12.2009 01:51 Uhr
Ice Ice Baby ...
Ja, wieder mal so eine Schlagzeile in der es heißt "David gegen Goliath" und selbst ein umfallender Sack Reis interessanter ist. ...
attention whoring vom feinsten... ...
Erst am 26. Mai 2009 hat Bing! Information Design einen Antrag auf markenrechtlichen Schutz ihres Namens gestellt - zwei Monate, nachdem Microsoft diesen Antrag für ihr "Bing" stellt. Pech gehabt. Wer so dämlich ist und "seinen Namen" nicht sofort registrieren lässt, ...
Pech, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Und wenn sie den Namen erst nach MS registrieren, ist es eben Pech. Oder eiskalte Berechnung, um Klagen zu können. glaube ich auch... im ernst, die wissen seid 9 jahren das ms "bing" registriert hat und die suchmas ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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