
Die 21-Jährige Lily Sussman berichtet in ihrem Blog ausführlich über diesen Vorfall. Die seit einiger Zeit in Ägypten lebende junge Frau war aufgebrochen, um Verwandte in Tel Aviv zu besuchen. Bei der Grenzüberfahrt wurde sie von Sicherheitsbeamten zunächst ausführlich über zwei Stunden befragt. Bei der Befragung wurden auch persönliche Fragen gestellt, beispielsweise ob sie einen Freund hätte und welcher Herkunft dieser sei und ob ihre Familie, die sie angab zu besuchen, tatsächlich in Tel Aviv leben würde. Nicht nur ihr Gepäck wurde ausführlich durchsucht, sondern wohl auch ihre Notizbücher. Auch die Chipkarte ihres digitalen Fotoapparates wurde einer gründlichen Inspektion unterzogen. Dabei fand sich auch eine Aufnahme von einem Straßengrafitti mit einem Davidsstern und dem Wort "Fuck". Auf die Frage, warum sie diese Aufnahme gemacht habe, antwortete Sussman, "weil sie es ebenfalls befremdlich fand". Als auf der Chipkarte noch Bilder einer Fotoausstellung der Bombardements von Gaza zu sehen waren, wurde es dem Sicherheitsdienst offenbar zuviel. Man gab die Anweisung, ihren Laptop "zu sprengen".
Davon allerdings wusste sie zu diesem Zeitpunkt nichts. Lediglich nach einigen Minuten brachte ihr ein Beamter den Laptop. Vor der Befragung musste sie ihr Gepäck an Ort und Stelle liegen lassen. Dort hat man dann die Gelegenheit genutzt, und das Laptop mit drei Durchschüssen "getötet". Die Festplatte des MacBooks allerdings überlebte unbeschadet. Folgt man den Kommentaren im Blog von Lily Sussman, so sei es in Israel gang und gäbe, verdächtige Gepäckstücke bei dem kleinsten Anzeichen von Terrorverdacht sofort zu sprengen oder auf andere Art kontrolliert zu vernichten. Ein Kommentator in dem Blog schreibt: "Es gibt in Israel grundsätzlich eine Null-Toleranz Politik gegenüber unbeaufsichtigtem Gepäck. Es kann nur eine Minute dauern, bis eine Spezialeinheit eintrifft und ein Roboter in einen Koffer schießt, um eine kontrollierte Explosion herbeizuführen." So sind vermutlich auch die Worte zu erklären, die der Beamte sagte, als Sussman ihren Computer gebracht bekam: "Es tut uns leid, aber wir mussten auf ihren Laptop schießen."
Inzwischen scheint der Vorfall einiges an Popularität zu gewinnen. Lily Sussman hat ein Interview für die "Daily News Egypt" geben dürften (siehe Video) und auch in ihrem Blog schreibt sie, dass der Fall zu reger Anteilnahme geführt hat. Die Behörden haben ihr Schadensersatz versprochen. Allerdings scheint auch dieses nicht ganz so leicht zu bewerkstelligen zu sein. Die meisten der Adressen, welche die Beamten gegeben haben, schienen nicht zu existieren oder unauffindbar zu sein. Als sie dennoch jemand fand, der für den Schadensersatz zuständig ist, musste sie erfahren, das dieses etwa vier Wochen dauern würde. Auch wäre ausschließlich eine Banküberweisung des fälligen Geldes möglich - und zwar auf ein Konto in Israel.
Lily Sussman dagegen führt ihre Reise fort und versprach auch, weiterhn in ihrem Blog über Entwicklungen zu berichten, die mit ihrem Computer zusammen hängen.
(via Lily Sussmans Blog, thx!)
(Bild: Lily Sussmans Blog, thx!)
Martin Wisniowski am Donnerstag, 17.12.2009 17:38 Uhr
*grübel* werden Leichenschänder nicht auch erschossen? :rolleyes: mfg Claymore ...
Eine 21-jährige Amerikanerin hat bei einer Reise von Ägypten nach Israel eine interessante Erfahrungen beim Grenzüberganz machen dürfen. Beamte erschossen ihren Laptop - eine Anordnung für "erhöhte Sicherheit". [url=http://www.gulli.com/news/israelische-grenzbeamte-ers ...
Da hast du recht. Als wäre Israel das einzige oder schlimmste Land, dass es mit den Menschenrechten nicht unbedingt genau nimmt. Darüber hinaus möchte ich Populismus (oder gar Rechtspopulismus?) der Marke "Tätervolk" und geschmacklose Holocaust-Vergleiche hier nicht lesen. Entweder, ihr diskutie ...
Es würden sich viele,religio-faschistische, Zionisten wünschen,dass dein Satz zutreffen würde. Aber es ist doch viel mehr so,dass sich diejenigen jüdischen Israelis,die Kriegsverbrechen anordnen oder ausüben oder die Versorgung von Kindern mit Medizin und Nahrung verhind ...
"Human"? Also, bei aller Liebe zur Technologie dürfte ein Laptop kaum Menschenrechte haben :dozey: ähm, ich hatte das auf die Vernichtung von vermeintlichen Fotomaterial auf dem Laptop bezogen. Nach der Sichtung der Fotoaufnahmen wurde sicherlich noch mehr au ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen