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Schweden: Filesharer verhaftet - 12.000 Songs geshared

Die schwedische Polizei hat vorgestern eine Hausdurchsuchung bei einem Filesharer durchgeführt. Aufgrund eines Hinweises war der 25-Jährige in das Blickfeld der Ermittler geraten. Insgesamt soll er 12.000 urheberrechtlich geschützte Tracks verbreitet haben.

Wer urheberrechtlich geschützte Werke in Tauschbörsen verbreitet, ist zumindest in Deutschland eher zivilrechtlich als strafrechtlich bedroht. Die Gründe dafür sind einfach. Die Verbreitung einer oder mehrere MP3s wird von zahlreichen Staatsanwaltschaften als Bagatellkriminalität angesehen. Eine strafrechtliche Verfolgung würde einen erheblichen Zeit- sowie Kostenaufwand bedeuten. Der Nutzen wäre eher fragwürdiger Natur.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Insbesondere wenn ein User eine nicht geringe Menge an Werken zur Verfügung stellt. Einem Schweden wurde dies nun zum Verhängnis. Er verbreitete rund 12.000 MP3s, allesamt urheberrechtlich geschützt. Angeblich nutzte er dafür den Client Direct Connect. Eine Tauschbörsen-Software, die nicht so offen agiert wie eDonkey oder BitTorrent. Hier wird zentral zu einem Server - dem sogenannten Hub - verbunden. Nur wer dessen Adresse kennt, kann auf das Hub und die Angebote der verbundenen Nutzer zugreifen.

Auch wenn es für die Behörden etwas schwieriger ist, sich in ein Direct Connect Netzwerk einzuklinken. Unmöglich ist es nicht. Dass es lohnend sein kann, beweist der jüngste Erfolg der schwedischen Polizei.

Der 25-Jährige Täter hatte keinerlei Schritte unternommen, seine Identität zu verschleiern. Im Zuge der Hausdurchsuchung wurde zahlreiches Material sichergestellt, darunter in erster Linie sein PC. Bei der anschließenden Befragung soll der Verdächtige geständig gewesen sein. Dies mag eventuell auch der Grund sein, warum er kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Die Behörden erklärten kurze Zeit später, dass die Aktion von der Staatsanwaltschaft in Stockholm geleitet worden war. Diese habe einen Hinweis seitens einer "Musikindustrie-nahen Organisation" erhalten.

Typisch wäre dieses Vorgehen für die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI). Bestätigt wurde dies bis jetzt jedoch nicht.

(via torrentfreak, thx!)
(Bild via dcplusplus, thx!)

Klaus Müller am Donnerstag, 17.12.2009 13:33 Uhr

tagsTags: schweden ifpi direct connect

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • wizard2k am 18.12.2009 01:25:30

    Und das in Zeiten von VPN und Rapidshare... ...

  • Jimioh am 18.12.2009 01:23:33

    Wenn man bedenkt das vielleicht eines (optimistisch) von hundert Stücken konsumierbar ist, ein viel zu hohes Risiko. Der Rest ist belangloser Ausschuss. :D Und mit wachsender Krise nimmt die inhaltliche Qualität weiter ab. Bei anderen Medien das Gleiche. ...

  • wizard2k am 18.12.2009 00:58:40

    Und ich lade immer noch fröhlich weiter... Habe bald ein TB voll, natürlich TrueCrypted... ...

  • Dlwer am 17.12.2009 21:08:19

    oje... aber ohne Schutz ist halt "gschissen-grissen" :D Dlwer ...

  • cestlavie am 17.12.2009 18:48:31

    Puh, "damals" unter Kazaa war ich sicher nicht besser, mit meiner 20K-Sammlung... ...

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