
Die Karten für den "Mac-Kloner" Psystar sehen zunehmend schlechter aus. Psystar hat vor über einem Jahr begonnen, sogenannte "Mac-Klone" zu verkaufen. Dieses waren PCs, die vollkompatibel zu Mac-Hardware waren - und mit dem Mac OS X-Betriebssystem ausgestattet waren. Die Geschäftsidee von Psystar war einleuchtend: PC-Nutzer sollten insgesamt billiger an vollwertige Mac-Rechner gelangen. Jedoch lies die Antwort von Apple nur einige Monate auf sich warten: Zu beklagen gab es einige Verstöße gegen Markenrechte, den DMCA und noch andere Verstöße. Unter anderem kritisierte Apple, dass Psystar in ihren Klon-Macs einen Sicherungsmechanismus im Betriebssystem umgingen, welcher prüft, ob es sich um originale Apple-Hardware handelt.
In dem Rechtsstreitigkeiten konnte sich Apple bisher immer wieder durchsetzen. Vor wenigen Wochen hat sich Psystar zu einer Zahlung von 2,7 Millionen US-Dollar verpflichtet und den Verkauf der Mac-Klone zeitweilig eingestellt. Momentan erscheinen die Mac-Klone auf der Webseite zwar noch als Angebot, jedoch seinen die Geräte komplett "vergriffen". Dieses sei auch ganz im Sinne des Richters Alsup, da dadurch ein "effektiver Verkauf" der Computer unterbunden sei.
In dem aktuellen Urteil nun konnte sich Apple erneut durchsetzen. Dieses Mal ging es um die Software "Rebel EFI", die noch kostenfrei auf der Webseite von Psystar angeboten wird. Diese ermöglicht es Nutzern, sich selbst ein Mac OS X auf "unautorisierter Hardware" zu installieren. Auch diese Software zu verbreiten wurde Psystar nun untersagt. Auch darf das Unternehmen die Mac OS X-Software weder kopieren, verkaufen oder veränderte Versionen davon in Umlauf zu bringen ohne eine offizielle Genehmigung aus dem Hause Apple dafür zu haben. Insgesamt darf Psystar keine Aktivitäten mehr ausüben, welches das Umgehen der Schutzmechanismen von Apple erleichtern. Sie dürfen infolgedessen auch keine Software, Services oder Hardware anbieten, welche es End-Nutzer leicht möglicht macht, OS X-Betriebsysteme selbst und unautorisiert zu installieren. Um diesen Beschluss umzusetzen hat das Gericht Psystar eine Frist bis zum 31. Dezember 2009 gegeben. Damit dürfte das Geschäftsmodell von Psystar in dem USA endgültig gescheitert sein. In Europa allerdings soll es noch Möglichkeiten geben, weil die Rechtsgrundlage hier eine andere ist. Fraglich ist jedoch, ob Psystar der Sprung über den "großen Teich" lohnenswert wäre. Denn vor einem halben Jahr bereits haben sie erklärt, dass sie im Grunde bankrott sind und 250.000 Dollar Schulden hätten (gulli:news berichtete).
(via Ars Technica, thx!)
(Bild: PsyStar-Logo, Rebel EFI Software, thx!)
Martin Wisniowski am Mittwoch, 16.12.2009 23:50 Uhr
Psystar hat doch MacOS schon vorinstalliert auf der Hardware. Das war doch das Problem. Wenn sie nur hinschreiben würden, das man mit der Hardware die sie verkaufen MacOS betreiben kann, wäre das ja kein Problem. ...
Insgesamt darf Psystar keine Aktivitäten mehr ausüben, welches das Umgehen der Schutzmechanismen von Apple erleichtern. Sie dürfen infolgedessen auch keine Software, Services oder _Hardware_ anbieten, welche es End-Nutzer leicht möglicht macht, OS X-Betriebsysteme ...
Da kann man nur sagen selber Schuld, das war klar das Apple das nicht mit sich machen lässt. Nun ist damit zum Glück das erhöhte verbreiten von OS X Rechnern unterbunden. Wäre schon schlimm genug wenn mehr Firmen als nur Apple, MacOS Systeme verbreiten. ...
In dem sich seit Monaten hinziehenden Streit zwischen Apple und Psystar war Apple erfolgreich. Psystar dürfte damit die Geschäftsgrundlage in den USA entzogen sein. zur News ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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