
Johnson sagte am gestrigen Dienstag in einer Parlamentsdebatte, McKinnon solle sich in den USA "ernsthaften Anklagen" stellen. Gegenüber dem Ausschuss für Inneres verteidigte er seine Entscheidung, McKinnons Auslieferung trotz eines angeblichen Selbstmordrisikos nicht zu verhindern, betonte aber auch, der Hacker solle "fair" behandelt werden - was auch immer Johnson darunter genau versteht.
Gleichzeitig fand eine weitere Demonstration von McKinnons Familie und Unterstützern statt. McKinnons Mutter, Janis Sharp, und Nick Clegg, der Parteichef der oppositionellen Liberaldemokraten, trafen sich mit Dutzenden von Gleichgesinnten, um gegen eine Auslieferung McKinnons zu protestieren. Die Demonstranten forderten das Innenministerium auf, seine Entscheidung zu überdenken, und forderten außerdem eine Überarbeitung des umstrittenen Auslieferungs-Abkommens mit den USA.
In einer Stellungnahme sagte Sharp: "Gary wird eine Auslieferung nicht überleben. Ich habe schreckliche Angst, dass mein verwundbarer Sohn effektiv zum Tode verurteilt wurde - unter einer Gesetzgebung, die für Terroristen gemacht ist. Die bittere Ironie ist, dass wirkliche Terroristen nicht ausgeliefert werden können, da ihnen die Todesstrafe drohen würde. Tag für Tag wird Garys mentale Verfassung schlechter - niemand, noch nicht einmal ein Tier, sollte so behandelt werden."
Nach der Demonstration überreichte Sharp außerdem einen Brief an die englische Königin, in dem es hieß, das Auslieferungs-Abkommen mit den USA sei durch einen Missbrauch königlicher Befugnisse zustande gekommen. Beobachter beschrieben dies als einen letzten verzweifelten Versuch, das Königshaus zur Unterstützung McKinnons zu bewegen.
Annika Kremer am Mittwoch, 16.12.2009 16:20 Uhr
Hatte nicht die Regierung von Großbritannien vor kurzem noch Hacker gesucht um gewappnet für Angriffe aus dem Netz zu sein?? Das wär doch der perfekte Mann dafür. ...
Amis erkennen ja nicht mal den Internationalen Gerichtshof an bzw. liefern ihre Landsmänner dort aus... Sie müssen sich halt keinen Regeln unterwerfen, denn die Amis haben halt immer Recht:mad: ...
Aber natürlich nicht. Ein Amerikaner hätte nur den heldenhaften Kampf gegen den Terrorismus und die Achse des Bösen gekämpft. Und Helden liefert man natürlich nicht aus... ...
Würde ein Amerikaner unter solchen Umständen auch an Großbritannien ausgeliefert? ...
Der britische Innenminister Alan Johnson verteidigte seine Entscheidung, NASA-Hacker Gary McKinnon trotz neuer medizinischer Gutachten an die USA auszuliefern. Derweil gehen die Proteste von McKinnons Unterstützern weiter. [url=http://www.gulli.com/news/nasa-hacker-proteste-gehen-weiter-2009-12-16 ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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