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Decaf soll COFEE ausschalten

Hacker entwickelten ein Tool, das die Microsoft-Forensik-Suite COFEE, die der Softwaregigant kostenlos an hunderte von Ermittlungsbehörden verteilte, bei der Arbeit behindern und unbrauchbar machen soll.

COFEE (kurz für Computer Online Forensic Evidence Extractor), das normalerweise von einem USB-Stick aus verwendet wird, besteht aus rund 150 Tools, die den Beamten eine einfache Untersuchung der auf einem Rechner vorhandenen Beweise ermöglichen sollen. Die Software wurde vergangenen Monat im Internet geleaked und sorgte damals für einige Aufmerksamkeit. Offenbar wurde sie von Microsoft schon seit dem Jahr 2007 an Ermittlungsbehörden verteilt (gulli:News berichtete).

Hacker nutzten nun die Gunst der Stunde und entwickelten eine "Gegen-Software", die beim Einstecken eines COFEE-USB-Sticks automatisch Gegenmaßnahmen ergreifen und Beweise verschleiern soll. So soll es etwa temporäre Dateien löschen, die COFEE-Logs manipulieren oder gleich den USB-Port deaktivieren können. In einem Anfall von Humor tauften die Entwickler ihr Anti-Forensik-Tool "Decaf" - nach einem englischen Ausdruck für koffeinfreie Getränke. Offiziell steht das für "Detect and Eliminate Computer Assisted Forensics". Ob das Tool hält, was es verspricht, wurde bislang noch nicht umfassend untersucht - der Ansatz jedenfalls ist für die Einen interessant, für die Anderen eher besorgniserregend.

"Wir wollen einen gesunden, ungehinderten freien Fluss von Daten im Internet fördern und zeigen, wieso die Ermittlungsbehörden sich nicht allein auf Microsoft verlassen sollen, um ihre Beweissicherung zu automatisieren," so einer der zwei Entwickler von Decaf.

Microsoft hatte seit dem Leak des Tools versucht, die Gefahr der Entwicklung von Gegenmaßnahmen herunterzuspielen. Zur jüngsten Entwicklung nahm das Unternehmen bisher nicht Stellung. 

Decaf wird über BitTorrent verteilt, kann aber mittlerweile auch normal im Internet heruntergeladen werden. Den Quellcode machten die Entwickler nicht bekannt - nach ihren Aussagen aus Angst, dass die verwendeten Signaturen per Reverse Engineering untersucht werden. 

(via The Register, thx!)

Annika Kremer am Montag, 14.12.2009 23:16 Uhr

tagsTags: cofee

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15 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • kewl0 am 17.12.2009 23:10:30

    Hab das tool vorhin mal getestet. Und eigentlich sinnlos... Das auswerfen klappt perfekt ein Problem ist aber im gesperrten Modus gehts nicht mehr. Die lockdown Funktionen funktionieren Jedoch aktivieren sich die USB ports nicht mehr. Wenn man sich einloggt Zu dem wie soll Cofee Funktionieren? E ...

  • Annika_Kremer am 17.12.2009 14:04:58

    Ist das Aktuell eigentlich die einzigste methode Forensic tools zu umgehen??? Klares Nein. Es gibt andere Anti-Forensik-Tools, es gibt Private Browsing und ähnliches um gar nicht erst su viele Spuren zu hinterlassen, und es gibt die Möglichkeit, den Rechner/dein Ver ...

  • kewl0 am 17.12.2009 10:51:56

    Sehr lustiges progamm einfach aber lustig. Vor allem mit leave message auf dem cofee stick ;D. Ich werd das dämnächst mal testen und berichten. Ist das Aktuell eigentlich die einzigste methode Forensic tools zu umgehen??? Das ist die einzigste schwachstelle in meinen Heimnetz. ...

  • Farzi am 16.12.2009 11:36:19

    Denn wenn bei mir die Bullen vor der Tür stehen wird die Kiste ausgemacht und die Zeit die vergeht bis ich die Tür geöffnet hab reicht um den Schlüssel im RAM genug zerstückelt zu haben. Entweder lässt du dir wirklich sehr viel Zeit auf dem Weg zur Tür ode ...

  • sio am 15.12.2009 17:09:12

    lol also ich bin mit meinem Vista zufrieden. Laut der PcGo sollen Beamte aber andere Tools benutzen weiß grad keinen Namen aber COFFEE wars definitiv nicht. EnCase ...

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