
Zwischen 50.000 und 100.000 Menschen beteiligten sich an dem Marsch in Richtung des Bella-Zentrums, wo die Verhandlungen über ein Klimaabkommen stattfinden. Sie fordern "Klima-Gerechtigkeit" und setzen sich für wirksame Maßnahmen zum Schutz des Planeten ein.
Begleitet wurden die engagierten Bürger von einem massiven Polizeiaufgebot. Tatsächlich kam es am Rande des Demonstrationszuges zu Krawallen. Laut Spiegel Online schlugen rund 300 dem "Schwarzen Block" zuzurechnende Randalierer entlang der Marschroute Schaufenster ein.
Die Polizei reagierte am frühen Abend mit Festnahmen. Spiegel Online berichtet von 400 festgesetzten mutmaßlichen Randalierern, die dänische Polizei spricht laut Indymedia Dänemark sogar von 700 bis 900 Festgenommenen.
Bereits gestern hatte es gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und vermeintlichen Aktivisten gegeben. Dabei wurden 68 Personen festgenommen, laut dem Kopenhagener Bürgermeister Lars Borg, weil sie "Unruhe in der Stadt gestiftet" hätten.
Das dänische Parlament hatte vor dem Klimagipfel die Befugnisse der Polizei massiv erweitert. Das sogenannte "Lømmelpakke" erlaubt es den Sicherheitsbehörden, Personen auf reinen Verdacht hin bis zu 12 Stunden lang festzuhalten. Um die Festgenommenen ordnungsgemäß wegsperren zu können, wurden extra sogenannte "mobile Aufbewahrungseinheiten" aus den Nachbarländern geliehen.
An einigen Stellen geht die Polizei aus Angst vor gewaltsamen Protesten allerdings offensichtlich zu weit. Das bekamen französische Umweltaktivisten zu spüren, deren Bus mit Biodiesel betrieben wird.
Die Sicherheitskräfte hielten die Kanister mit einer Mischung aus Frittenfett und Diesel für Molotov-Cocktails und beschlagnahmten sie kurzerhand. Die für Donnerstag geplante Rückfahrt auf die Atlantik-Insel Oléron wird sich für die Umweltschützer schwierig gestalten: Die Polizei will von dem Inhalt der 17 beschlagnahmten Kanistern nur 20 Liter zurückgeben - und auch das erst zwei Tage nach Ende des Gipfels.
Bild: Aktivisten von Mr. Green in Kopenhagen unter CC BY-SA von america.gov
Simon Jonas Hadlich am Samstag, 12.12.2009 23:02 Uhr
das problem ist dass die leute sich nicht wehren. wenn beim ersten leichtfertigen knüppeleinsatz die menge rasen und paar gewaltbereite demonstrationsteilnehmer (polizisten) zur rechenschaft ziehen würde, würden wir uns evtl wieder richtung demokratie bewegen, aber wir gehn ja lieber in die ander ...
Die Bilder sind echt böse.... von 16 - 18:00 gefesselt bei Minusgraden auf der Strasse liegen / sitzen... unfähig auch nur auf die Toilette zu gehn und insgesamt bis zu 11h in Polizeigewahrsam sein - das stell ich mir toll vor :dozey: Ungefähr genauso unmensch ...
Tja wie gehabt, gerade in Spiegel TV ein Beitrag dazu, einfach mal einen Block absperren und alle als Steine und Flaschen Werfer betiteln .... ...
es wurden alle, die in deutschland oder sonst wo schon einmal ed-behandelt wurden, mitsamt ihrer gruppe an der grenze rausgeworfen. ...
Du bist ja ein ganz Schlauer. Physik also in der Sonderschule bestanden. Nope, POS. Also Pisa sicher :p Außerdem Chemie nicht Physik ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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