
In dieser Woche hat der Google-Chef mit einer eindeutigen Äußerung zur Privatsphäre begründeten Unmut hervorgerufen. Er sagte, dass "wenn es etwas gibt, bei dem sie nicht möchten, dass es jemand anderes weiß, so sollten dies dieses einfach gar nicht erst nicht tun." In dem Fernsehinterview machte er seine Position weiterhin recht deutlich: "In Wirklichkeit aber speichern alle Suchmaschinen - inklusive Google - persönliche Daten für einige Zeit ("auf Vorrat"). Es ist wichtig zu wissen, dass wir alle in den Vereinigten Staaten dem Patriot Act unterliegen und es daher möglich sein kann, dass alle Informationen staatlichen Behörden zugänglich gemacht werden." Das klingt relativ klar nach "wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten". Es ist insbesondere interessant, dass er hier staatliche Stellen mit ins Spiel bringt. Denn er hätte genauso gut argumentieren können, dass die Privatsphäre der Nutzer ihm das höchste Gut sei. Ist dem Google-Chef Privatsphäre jetzt nichts mehr wert?
Asa Dotzler, einer der Mitbegründer vom der Mozilla Foundation, hat nach den Äußerungen von Schmidt nun in einem Blogpost verdeutlicht, dass man auch ohne Probleme die Suchmaschine Bing von Microsoft in seinen Browser integrieren kann. Dazu einen Link zu entsprechendem Mozilla Add-On. Er schrieb, das Microsoft tatsächlich einen besseren Datenschutz als Google hat. Und offenbar Privatsphäre auch mehr schätzt.
Laut Angaben von The Register ist diese Äußerung doch mehr als bedeutend. Denn zum einen bezieht Mozilla 91 Prozent des Umsatzes über Google, zum anderen ist das Unternehmen "traditionell" Gegner von Microsoft. Man hätte ein Abkommen geschlossen, sodass Google als Startseite in dem Browser erscheint. Im Gegenzug erhält Mozilla die gesamten Umsätze, die so generiert wurden, während Google viel Traffic bekommt. Wenn es um fragwürdiges Verhalten geht, dann war "Google niemals sowas wie Microsoft". Doch das könnte sich jetzt möglicherweise ändern. Vielleicht bricht nach dem "Browser-Krieg" jetzt die "Schlacht der Suchmaschinen" an.
Auch Bruce Schneier hat auf die Haltung von Eric Schmidt reagiert, und in seinem Blog einen Artikel veröffentlicht, der eindrücklich klar macht, dass es bei der Datenspeicherung hier nicht um "Sicherheit oder Privatsphäre" geht, sondern um "Kontrolle oder Freiheit". Es sei unser gutes Recht, im stillen Kämmerlein zu sitzen und zu sinnieren, privat zu diskutieren, oder einen Liebesbrief an eine geheime Liebschaft zu schrieben und diese dann anschließend zu verbrennen, so Bruce Schneier. Privatsphäre ist unser Recht und kein Fehler. Dieses Recht "sollte man nicht für einen Service" opfern.
(via Register, thx!)
(Bild: via abc.es)
Martin Wisniowski am Freitag, 11.12.2009 05:10 Uhr
Was hast du für ein Problem mit Yahoo-Mail. Unendlich Speicher und Null Werbung...ist ja so wahnsinnig schrecklich! Ich glaube, du weißt gar nicht wovon du sprichst. Yahoo Mail ist scheiss langsam, die oberfläche ist Müll und die neue Version lässt wiedermal n ...
ich benutze google nicht weil ich den datenschutz dort besser als bei MS finde. ich benutze google weil sie es schaffen, ihre dienste einfach objektiv besser zu gestalten als MS. allein der vergleich googlemail vs. hotmail oder yahoo. omfg. von mir aus liest google meine ma ...
Ja, hab als Nummer 1 auch Frankfurt. Die Punkte danach gehen jedoch nur noch weiter weg. bei mir ist nr 1 auch in frankfurt und alles danach bewegt sich nur noch weiter weg UND frankfurt ist schon ca. 300km weit weg von mir ...
Ich weiß, dass ich das aus 'nem Dokumentarfilm über Google hab. Das hat mal ein Datenschützer erwähnt. Was das für ein Film war weiß ich nicht mehr, sorry. ...
Du hast vergessen zu verlinken. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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