Im Rahmen der Studie befragte Symantec zahlreiche europäische Unternehmen zu ihrem Verhalten in Bezug auf Software-Updates und Patches. 1.400 IT-Entscheidungsträger aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien beteiligten sich an der Umfrage.
Das Ergebnis: Fast jeder der Befragten hat ab und zu schon auf die Aktualisierung seiner Software verzichtet. Der Grund war oftmals Verunsicherung über mögliche negative Effekte der neuen Programmversionen - angeheizt durch eine entsprechende Medien-Berichterstattung. So gaben mehr als zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) an, dass negative Presseberichte sie in ihrer Entscheidung ein Update durchzuführen, beeinflusst hätten. In Deutschland waren mit 65 Prozent im internationalen Vergleich die meisten Studienteilnehmer dieser Ansicht.
Rund ein Drittel der deutschen Befragten gibt an, dann auf Updates zu verzichten, wenn sie dadurch zusätzliche Sicherheitsrisiken befürchten. 22% haben Angst vor Hacker-Angriffen. "Die Ergebnisse dieser Befragung zeigen deutlich, wie verunsichert europäische Unternehmen sind, sich für die neuste Version einer Software zu entscheiden", resümiert Olaf Mischkovsky, Experte für Sicherheit und Systemmanagement bei Symantec. "Es ist interessant, welche Rolle dabei die kulturellen Unterschiede spielen und wie lange Investitionen dadurch zurückgestellt werden. Ein Viertel der europäischen Unternehmen (27 Prozent) gaben an, dass sie mindestens zwölf Monate mit einer Aktualisierung warten würden. Deutsche Firmen zeigten sich dagegen deutlich optimistischer. Hier planen nur 19 Prozent der Befragten, mit ihrer Investition noch zu warten."
Besonders deutlich sei ein derart abwartendes Verhalten beispielsweise beim Betriebssystem Windows zu erkennen, so die Studie. So führten "Sorgen um die Sicherheit und eine mögliche Störung des Ablaufs" dazu, dass zwei Drittel (72 Prozent) der befragten Unternehmen immer noch das Betriebssystem Microsoft Windows XP nutzen (in Deutschland: 67 Prozent), während nur 15 Prozent ihr System auf Windows Vista aufgerüstet haben (in Deutschland: 22 Prozent). Hier allerdings könnten neben grundsätzlichen Bedenken auch die notorisch kritisierte schlechte Usability und geringe Performance von Windows Vista eine Rolle spielen - es dürfte interessant sein, zu beobachten, ob das von Kritikern deutlich positiver aufgenommene Windows 7 mehr Admins zum Umstieg bewegt.
"Bei jeder Einführung einer neuen Software-Version beobachten wir eine Vielzahl von Hackern, die eine Herausforderung darin sehen, die potenziellen Schwächen aufzudecken. Für die Medien sind das natürlich interessante Meldungen", erklärt Olaf Mischkovsky, Experte für Sicherheit und Systemmanagement bei Symantec. "Dies zeigt, wie wichtig es für IT-Entscheidungsträger ist, genauestens über mögliche Software Upgrades informiert zu sein und explizit zu wissen, wie eine Migration optimal durchgeführt wird, um eine sicherere IT-Umgebung zu schaffen."
Oftmals, darin sind sich Sicherheitsexperten einig, sind auch und gerade veraltete Programmversionen ein Risiko - immerhin beheben viele Updates auch bekannte und zum Teil bereits aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken. So könnte sich die Strategie, Updates nur vorsichtig zu installieren, die in vielen Fällen durchaus vernünftig sein kann, auch als zusätzliche Gelegenheit für Cyberkriminelle erweisen. Einzige sinnvolle Lösung dürfte es sein, von Fall zu Fall sorgfältig zu entscheiden und Risiken gegeneinander abzuwägen.
(via IT-Business News, thx!)
(Bild via CC-BY-ND muriloVM @ DeviantArt, thx!)
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 10.12.2009 17:45 Uhr
Jupp, das geht ... McAfee z.B. ist zwar ******* aber hat den Protectionpilot im Gepäck, ein anderer (der mir jetzt nicht einfällt) hat ein ähnliches Tool im Gepäck, dem bietest du die Signaturen an, der bzw. die Clients fragen diesen ab und schon bist du wieder auf dem aktuellen Stand, so eine Zentr ...
Kann man im professionellen Einsatz die Maschinen eigentlich so einrichten, dass die Signaturen im Antivirenprogramm nicht direkt zurückgesetzt werden, wenn das Image zurückgesetzt wird, oder bei einem Reset automatisch die neusten Signaturen von internen Servern geladen werden um keine Zeit zu vers ...
Dazu müssen die Schädlinge ersteinmal in die Maschinen kommen ... womit wir bei den Hostsystemen sind ... die sind permanent auf dem neuesten Stand! :D ... und die Gastsysteme kann man mit einem guten Virenscanner "Clean" halten ... und bisher verliefen die Scans gut und die Ergebnisse waren Negativ ...
@semprolon: Verdammt gute Lösung, das das mal umgesetzt wird. Mag ich überhaupt wenn produktive Systeme Internetzugang haben. Aber auch auf VMs schaffen es von Zeit zu Zeit mal schäklinge raus aus der VM. Denke und hoffe mal das du das beachtet hast. ...
Bei großen Firmen wo der Arbeitsprozess nicht unterbrochen werden darf kann ich solch eine Vorsicht verstehen. Aber bei Firmen die sehr stark mit dem Internet verbunden sind halte ich das dieses übervorsichtige vorgehen als sehr gefährlich und ich kenne viele Firmen die re ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.