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Blues Destiny verklagt Google wegen Links zu Rapidshare

Ein kleines Plattenlabel aus den USA mit dem Namen "Blues Destiny" hat Google und Microsoft verklagt, weil diese Beihilfe zu illegalen Downloads bei RapidShare leisten würden.

Das kleine Blueslabel "Blues Destiny" aus Florida hat die beiden Giganten Google und Microsoft verklagt. Doch auch RapidShare spielt in der Angelegenheit eine Rolle. Denn bei der Suche nach Titeln von dem Label landen regelmäßig Links zu illegalen Downloadangeboten via RapidShare in den Top-Suchergebnissen der Suchmaschinen "Google Search" und "Microsoft Bing". Der Vorwurf von "Blues Destiny Records" lautet nun folgendermaßen: Das Geschäftsmodell von RapidShare würde unter anderem auf Bezahlwerbung von Google und Microsoft setzen. Deswegen würden die Suchmaschinen davon profitieren, möglichst viel Traffic an RapidShare abzugeben. Und genau aus diesem Grunde würden die Suchmaschinen gegen den DMCA (Digital Millenium Copyright Act) verstoßen. Denn sie würden von illegalen Downloads nicht nur wissen und diese dulden, sondern sogar finanziell davon profitieren.

Das Label aus Florida hat schon vor der Klage "Takedown-Notices" an Microsoft und Google geschickt. Jeweils mit unterschiedlichen Ergebnissen. Doch gerade aufgrund dieser Meldungen sehen sich die Rechteinhaber dazu in der Lage, berechtigt zu klagen. Google soll auf insgesamt 17 dieser "Takedown-Notices" noch überhaupt nicht reagiert haben. Microsoft dagegen schon. Deswegen stellt auch der Tech-Analyst und Assistenz-Professor Eric Goldman die Frage, warum Microsoft überhaupt in der Klageschrift auftaucht.

Der Fall ist aber möglicherweise noch etwas komplizierter. Eric Goldman argumentiert in seinem Blog, dass die Klage voraussichtlich nur wenig Aussicht auf Erfolg hat, obschon es vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall gab, der vor Gericht erfolgreich gewesen ist. Denn Google würde bei den fraglichen Referenzierungen nicht auf RapidShare selbst linken, sondern in der Regel auf private Webseiten, auf welchen man die Links zu den Inhalten bei RapidShare findet. Daher stimmt der Vorwurf nicht, dass Google auf RapidShare verlinkt. Auch bei Microsoft ist der Fall etwas "spezieller". Denn diese haben vor der Takedown-Notice in den Suchergebnissen einer kleinen Box die Suchergebnissen gewissermaßen vorweg genommen. In dieser Box waren die Inhalte der Suchergebnisseite knapp zusammengefasst und somit auch Direktlinks auf RapidShare vorhanden. Diese "Übersichtsboxen" sind nach der Beanstandung durch das Blues-Label verschwunden. Dennoch sieht sich das Label unrechtmäßig behandelt.

Man kann sich vorstellen, dass dieser Rechtsstreit sich zum einen in die Länge ziehen könnte und zum anderen versprechen könnte, interessant zu werden. Man habe wohl davon abgesehen, gegen RapidShare selbst vorzugehen, da diese ihre Heimat in Europa haben und man sie deswegen wohl kaum wegen dem DMCA in den USA vor Gericht bekommen wird, vermutet Eric Goldman.

(via Register, Eric Goldmans Blog, thx!)

Martin Wisniowski am Donnerstag, 10.12.2009 03:18 Uhr

tagsTags: dmca

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9 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Kakmnesu am 11.12.2009 17:14:03

    Denn diese haben vor der Takedown-Notice in den Suchergebnissen einer kleinen Box die Suchergebnissen gewissermaßen vorweg genommen.:T ...

  • LinkerCheFan am 11.12.2009 11:31:03

    Wie wärs Microsoft und Apple zu verklagen? Oder Mozilla und Opera? Immerhin machen es Betriebssysteme und Browser möglich im Internet nach Seiten zu suchen, die urheberrechtsverletzende Inhalte verbreiten... :rolleyes: ...

  • iammaac am 10.12.2009 20:41:10

    Ich bezweifle, dass die damit tatsächlich durchkommen. Schon allein wegen der Tatsache, dass Google und Microsoft höchstwahrscheinlich eine Armee an Anwälten aufbieten können. ...

  • Dlwer am 10.12.2009 17:39:08

    und wieder was unnötiges eines Labels der einzige Unterschied: diesmal heißt der Label "Blues Destiny statt :rolleyes: ...

  • xGather am 10.12.2009 15:35:30

    et cetera, et cetera... Und diese Sprüche könnte man ewig weiterführen :rolleyes: ...

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