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HSBC-Bankdaten wurden an französische Behörden gegeben

Rund 3000 Kundendaten soll ein ehemaliger Mitarbeiter der HSBC-Bank den französischen Finanzbehörden zugespielt haben. Dabei soll es um Kunden gehen, die ihr Geld vor der Steuer verstecken wollten.

Ob sich daraus nun ein handfester "Steuerskandal" ergibt, muss sich erst noch zeigen. Doch laut dem Bericht der französischen Zeitung "Le Parisien" würde es sich um einschlägige Kundendaten handeln, zum Teil von "großen Persönlichkeiten" aus Frankreich - auch einige Politiker sollen darunter gewesen sein - aber auch von HSBC-Kunden aus dem Ausland: auch China und einige Geheimdienstmitarbeiter sollen darunter gewesen sein. Der Datendieb soll ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank gewesen sein und angeblich mit der französischen Finanzbehörde zusammenarbeiten. Er soll sich verdeckt und unter polizeilichem Schutz mit neuer Identität in der Nähe von Nizza aufhalten und wird in den Medien "Antoine" genannt.

Die betroffene HSBC-Bank versucht den Vorfall klein zu spielen. Es würde sich lediglich um die Kundendaten "nicht mehr als 10 Personen" handeln. Diese seien dazu noch veraltete und es würde sich auch nicht um sensible Daten handeln.

Im August 2009 hat der französische Haushaltsminister Eric Woerth öffentlich verkündet, dass er eine Liste von 3000 Kunden vorliegen hätte, die Geld auf Schweizer Bankkonten haben. Er wollte Steuerhinterzieher unter Druck setzen, da er eine Frist gesetzt hat: wer sich bis zum 31. Dezember 2009 selbst anzeigt, wird straffrei ausgehen. Woher Woert diese Liste hat, wollte er nicht sagen. Es war lediglich die Rede davon, dass "keine illegalen Methoden" angewendet wurden und auch keine Geheimdienste mit im Spiel seien. Auch erklärte Woert, dass sie für Daten dieser Art auch kein Geld zahlen würden. Im August 2009 sagte er in einem Fernsehinterview auch, dass er nach Erhalt der Liste in Verhandlungen mit diversen Schweizer Banken angefagen hätte.

Der nun unter Staatsschutz stehende und untergetauchte 38-jährige "Antoine" soll sich seinerzeit ein eigenes System ausgedacht haben, als es 2006 und 2007 bei der HSBC-Bank gearbeitet hat, um an die Daten zu gelangen. Er sei Anfang 2009 nach Frankreich gekommen und hätte sofort die französischen Behörden aufgesucht.

(via FTD, SF Tagesschau, thx!)

Martin Wisniowski am Donnerstag, 10.12.2009 01:23 Uhr

tagsTags: frankreich steuerflucht hsbc bank steuerbetrug

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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Drunken1337 am 11.12.2009 01:52:10

    Die eine Straftat (Diebstahl) wird also durch einen neue Straftat (verpetzen) aufgehoben und der erste Straffällige geht mit neuem Leben, Haus, Frau (aus Besitz von den neuen Straftätern ^^) aus der Sache herraus? :rolleyes: Was'n das für ne Gerechtigkeit? Ich kann doch ...

  • petipenner am 10.12.2009 14:58:22

    Del ...

  • .drunken am 10.12.2009 14:37:45

    Die eine Straftat (Diebstahl) wird also durch einen neue Straftat (verpetzen) aufgehoben und der erste Straffällige geht mit neuem Leben, Haus, Frau (aus Besitz von den neuen Straftätern ^^) aus der Sache herraus? :rolleyes: Was'n das für ne Gerechtigkeit? Ich kann doch nicht in ne Bank einbrech ...

  • Soulvation am 10.12.2009 12:15:36

    Also der BND hat ca. 4,5 Mio. €uros bezahlt, und wieviel hat det Staat eingenommen? Waren schließlich Steuergelder. BTW, die Schweiz hat einen Auslieferungsantrag an Frnkreich gestellt. Frankreich wie auch Deutschland geben diesen Datendieben eine neue Identität und gewähren ihnen Unterschlupf, ...

  • quasimodo2000 am 10.12.2009 10:49:16

    Zumindest in D werden Informationen, die unter Folter gewonnen wurden vor Gericht als Beweismaterial akzeptiert, solange die Folter nicht in D und nicht von deutschen Bürgern Beamten durchgeführt wurde. Die Franzosen sehen das normalerweise nicht so eng. Und jetzt kommst du mit s ...

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