
Die Irish Recorded Music Association (IRMA) war es, die vor einiger Zeit einen privaten Deal mit dem größten Provider des Landes, Eircom, aushandelte.
Inhalt der Übereinkunft: Die Implementierung eines Three-Strikes ähnlichen Systems, um mehrfache Urheberrechtsverletzer für ihre Taten zu bestrafen. Erst verwarnen, dann drosseln, dann kappen. Ein simples System, dass Eircom umsetzen soll und auch wird. Natürlich dürfte sich dies negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Providers auswirken, wie Eircom selbst auch sehr früh erkannt hatte. Aus diesem Grunde musste ein "Geben und Nehmen" in den Vertrag eingebaut werden. Eircom bekämpft Piraterie, die IRMA bekämpft - andere Provider. Zumindest lautete so das Versprechen des Musikverbandes, welcher gegenüber Eircom erklärte, dass man den wettbewerbstechnischen Nachteil schnellstmöglich ausgleichen werde, indem man die Konkurrenz ebenfalls dazu bringt, ein Three-Strikes-System einzuführen.
Vorangegangen war eine Klage der IRMA gegen Eircom, die erst großspurig betonten, man würde sich niemals kampflos geschlagen geben, jedoch noch während der Verhandlung kapitulierten und eine Einigung trafen. Der erste "freiwillige" Deal zwischen Rechteinhabern und Providern weltweit war geboren, Eircom sollte von da an verdächtigte Urheberrechtsverletzer bekämpfen. Die notwendigen Daten hierfür liefert DtecNet. Glücklicherweise hat man noch nicht damit angefangen, die Richtlinie umzusetzen, da es noch einige technische Fragen zu klären gibt. Man will jedoch zeitnah anfangen. Ebenso verhält es sich mit dem Vertragspartner IRMA, welcher den Wettbewerbs-Nachteil für Eircom ausgleichen soll. Dazu sollen alle (!) weiteren Provider des Landes ebenfalls eine Three-Strikes-Regelung einführen.Laut einem Bericht der Irischen Times sind die nächsten Ziele auf der Liste Irlands zweitgrößter Provider BT sowie der größte Kabelanbieter des Landes, UPC Ireland. Damit alles zügig ablaufen kann, hat man bereits vergangenen Dienstag zwei Klagen vor dem High Court im Namen von "EMI Records (Ireland) Limited und weiteren" eingereicht, gegen BT Communications Ireland sowie UPC Communications Ireland. Laut der IRMA wurden diese beiden Anbieter deshalb zuerst ausgewählt, weil deren Kunden die meiste Musik illegal verbreiten - nach Eircom.
Ein Sprecher von BT wollte bislang keinen Kommentar zu der Klage abgeben, während sich eine Pressesprecherin von UPC jedoch dahingehend äußerte, dass sich die Haltung des Unternehmens bislang nicht geändert hätte - man wird keine Vereinbarung mit den Labels eingehen, die über eine bestehende Gesetzgebung im Bereich Urheberrecht hinausgeht."Es gibt keine Basis unter irischem Recht, dass ISPs die Internet-Inhalte kontrollieren oder den Zugriff auf das, was ihre Kunden herunterladen, blockieren müssten. Zusätzlich sorgt die Forderung der Rechteinhaber für ernst zu nehmende Bedenken bezüglich der Privatsphäre und des Vertragsverhältnisses mit den Kunden. UPC hat vor, diese Position rücksichtlos vor Gericht zu verteidigen", so die Pressesprecherin.
Irgendwie kommt diese Äußerung jedoch verdächtig bekannt vor, hatte doch Eircom sich ähnlich geäußert. Wird UPC auch ins Wanken geraten und nachgeben? Man wird sehen. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via irishcharts, thx!)
News Redaktion am Montag, 22.06.2009 17:01 Uhr
echt interessant das diese organisationen in allen ländern gleich doof zu sein scheinen. jammern, schmieren, klagen aber BLOSS NICHT mit neuen geschäftsmodellen kommen... ...
Für solche Fälle gibt es in Österreich seit kurzem den Paragraphen 278 StGB, der im moment allerdings leider nur auf Tierschützer angewendet wird. Und zwar Bildung einer krimineller Organisation mit dem Ziel Einfluss auf die Wirtschaft auszuüben. Und genau darunter fällt IRMA rein. Nach öster ...
Das irische Pendant zur RIAA, die IRMA, versucht gegenwärtig eine Three-Strikes-Regelung für alle Provider zu erwirken - notfalls gerichtlich. Die Irish Recorded Music Association (IRMA) war es, die vor einiger Zeit einen privaten Deal mit dem größten Provider des Landes, Eircom, aushand ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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