
Wie es nun aus diversen Berichten der Projektplaner hervorgeht, wird die deutsche Bundesregierung in der ersten Jahreshälfte 2010 eine Beratungsstelle einrichten, die die zu oft überforderten privaten PC-Anwender bei der Befreiung von Computerviren unter die Arme greifen soll. Am heutigen Dienstag möchten die Initiatoren vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) die Pläne im Rahmen des Stuttgarter IT-Gipfels der Bundesregierung genauer vorstellen.
Man habe sich im europaweit einzigartigen Projekt das Ziel gesetzt, binnen weniger Monate einen Großteil der privaten vireninfizierten Rechner von hartnäckigen Viren zu befreien. Das Projekt sei von großer Wichtigkeit und nicht einfach aus der Luft gegriffen. Schätzungen der Projektplaner zufolge seien in Deutschland bis zu einem Viertel aller Rechner mit Viren infiziert. Mit 60.000 Neuinfektionen im Monat und einer stetig steigenden Internet-Kriminalität in Deutschland sei dieser Schritt unverzichtbar. Der Initiator eco weist darauf hin, dass ähnliche Projekte in den Ländern Australien, Japan und Südkorea schon länger erfolgreich laufen.
Aus dem Projektentwurf geht hervor, dass Internet-Provider schon immer die technische Möglichkeit besaßen, vireninfizierte Rechner bei ihren Kunden ausfindig zu machen. So sollen laut Plan diejenigen Personen, die von gefährlichen Computerviren umgeben sind, auf Seiten des Internetzugangsanbieters per Post oder Telefon gewarnt werden.
Auch werde man eine Internetseite auf die Beine stellen, die sich bei der Internetverbindung automatisch aufbaut, sofern der Computer von Viren befallen ist. Diese Webseite soll Internet-Nutzer in erster Linie aufklären und Tools zur Beseitigung der Computerviren zur Verfügung stellen. Sollte sich der manuelle Vorgang des Internet-Nutzers als erfolglos ergeben, könne sich der Anwender telefonisch an die Zentrale der bundesweiten Beratungsstelle wenden.
(via futurezone.orf.at, thx!)
Update:
Offenbar handelt es sich nicht nur um ein harmloses, nettes Angebot der Regierung, um Computerviren aus dem Weg zu räumen. Der Virenschutz wird für die Verbraucher verpflichtend sein und diejenigen, die eine Zusammenarbeit mit den Internetdienstleistern und der Beratungsstelle verweigern, werden mit Sanktionen rechnen müssen. "Wer im Netz ohne Virenschutz unterwegs ist, gefährdet andere Nutzer in etwa so, wie ein Autofahrer, der mit kaputten Bremsen unterwegs ist und so andere fahrlässig gefährdet", so eco-Fachbereichsleiter Sven Karge.
(soricsoon, danke für den Tipp!)
(via www.welt.de, thx!)
Sener Dincer am Dienstag, 08.12.2009 17:58 Uhr
@Irgendniemand: Um Pakete über Port 80 zu senden ist es nicht notwendig vorher einen Browser zu hijacken. Schon klar, aber wenn ein Trojaner nicht erkannt werden will, sollter er irgendwo injecten, sonst kann der böse hacker das gleich vergessen. ...
Wenn die Provider eine (halbwegs) vollständige und aktuelle Liste von CnC Servern hätten, könnten sie Anfragen an diese Server auch einfach blocken. Eine Überwachung des Traffics ist dafür nicht notwendig. Allerdings ist nur bei einigen Bots bekannt, welche Domain-Generierungs-Algorithmen sie ...
Nja sinnvoll währe das ganze nur, wenn der Provider Kenntnis von bsp. Botnetzen, oder Spamservern hat. Wobei sich der Zombie dort immer einwählt. Dann könnte der Provider die IP stören und den Zombie benachrichtigen. ...
Und jetzt das ganze mal realitätsnah gesehen: Der Traffic wird gefiltert, bei verdächtigem Traffic = so etwas wie IP Adressen ICQ Nummern Bankdaten irgendwelche Keys etc... was ein Trojaner halt so überträgt wird eine Meldung an einen Mitarbeiter (oder Rechner) gesendet, der diese dann an waswe ...
Da hat unsere Regierung mal endlich was sinnvolles getan und nun das... Könntest du das begründen? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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