
In einer internen Anweisung der Association of Chief Police Officers (ACPO), einem Verband der Führungsebene der Polizeien von England, Wales und Nordirland, an die regionalen Polizeichefs des Landes heißt es: "Polizeibeamte [...] seien daran erinnert, dass wir keine Personen dafür anhalten und durchsuchen sollten, dass sie Photos schießen. Photographieren unnötig zu behindern, sei es von gewöhnlichen Touristen oder Profis, ist inakzeptabel."
Damit soll ein Missbrauch beendet werden, der sich seit der Einführung der Anti-Terror-Gesetzgebung in den letzten Jahren im Vereinigten Königreich ausgebreitet hatte. Das berichtet die Zeitung The Independent.
Abschnitt 44 des "Terrorism Act" erlaubt Polizisten die verdachtsunabhängige Durchsuchung von Personen in bestimmten Gebieten. Wo diese Bereiche liegen, wird teilweise vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Allerdings gilt es als sicher, dass alle Bahnhöfe und bekannte Touristenattraktionen darunter sind, die angeblich von terroristischen Angriffen bedroht sind.
Unter britischen Polizisten hat sich offensichtlich der Glaube breitgemacht, in diesen Gebieten sei das Photographien grundsätzlich verboten. Insbesondere die als besonders skrupellos bekannte "Metropolitan Police" in London hat immer wieder ihre Streifenpolizisten darauf hingewiesen, wie die Regelung richtig anzuwenden ist. Dennoch kam es zu beinahe 100 Beschwerden über Polizisten, die harmlose Photographen schikaniert haben sollen.
Das mahnende Schreiben an die Polizeichefs weist auch darauf hin, dass Polizisten heutzutage "mehr denn je" photographiert und gefilmt würden. Es scheint geradezu ironisch, dass ein großer Teil dieser Aufnahmen auf die staatliche Videoüberwachung zurückgehen. Die hat in Großbritannien mit über einer Million Kameras allein in London weltweit alle Maßstäbe gesprengt.
Via: Boing Boing
Bild: "Bobby" unter CC BY-SA von TheeErin
Simon Jonas Hadlich am Sonntag, 06.12.2009 23:44 Uhr
Mancherorts fällt halt schon ein Messer in der Öffentlichkeit getragen unters Waffenrecht. Und dort weiss man das auch. Das fällt jetzt nicht unbedingt unter Schikanen. Da weiss ich dort in UK noch ganz anderes ...
Naja endlich ist zumindest was diese Schikane angeht der Spuk vorbei, für mich aber zu spät. So lange man nicht mit Klappmesser oder Verschlüsselten Notebook herumläuft, so wie der arme Hobbybastler hier in der [URL="http://www.gulli.com/news/passw-rter-nic ...
ich wusste das London überwacht wird...aber diese Menge Kameras ..war mir neu. Innerhalb der City of London lässt sich kein Schritt mehr tun, ohne dass er aufgezeichnet wird. ...London will ich nicht mal tot besuchen , geschweige den lebend... Ist immer no ...
LOL! @Poster über mir:Wo warst du ... mmmh ... die letzten 10 Jahre? (Mit Sicherheit nicht in London, oder hat dir das Bier so gut geschmeckt?) Bier ist ein übel das ich nicht zu mir nehme, ansonsten kein Plan was du damit meinst...London will ich nicht mal tot bes ...
Vielleicht sind es auch nur irgendwelche Alliens die London als Big Brother Container deklariert haben :D Dies verharmlost zwar die Überwachung in einem gewissen maß, trifft es aber im grunde recht Präzise. Ist aber eine top Begründung, doppel plus gut :) Edit: ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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