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UK: Wikipedia muss User preisgeben

Eine britische Geschäftsfrau hat einen langwierigen Rechtsstreit gegen Wikipedia gewonnen. Das "High Court of Justice" hat die Online-Enzyklopädie dazu verurteilt, die Daten eines Nutzers offenzulegen. Dieser hatte die Frau bedroht und persönliche Details offengelegt.

Wie anonym ist ein Nutzer von Wikipedia? In den meisten Fällen eigentlich vollständig. Wer sich jedoch daran macht, selbst Artikel zu schreiben, verliert ein klein wenig davon. Dass nicht immer eine optimale Kontrolle über die eingetragenen Inhalte herrscht, durfte nun eine britische Geschäftsfrau feststellen. Laut der "Mail Online" ist sie in Großbritannien sehr bekannt. Ihr Name wird jedoch zum Schutz ihrer Privatsphäre nicht offengelegt.

Sie hatte gegen Wikipedia geklagt und gewonnen. Das Urteil wird inzwischen als "richtungsweisend" gehandelt. Was war geschehen? Ein User von Wikipedia hatte zu ihrem Wikipedia-Eintrag zahlreiche vertrauliche und sensible Daten hinzugefügt. Sei es nun aus ihrem Berufs-, als auch aus ihrem Privatleben. Da ihm dies scheinbar nicht genug war, fügte er noch Details zu ihren Kindern ein. Woher er diese Informationen hatte, ist unklar. Die Einträge bei Wikipedia wurden zwar rasch korrigiert, doch der "Täter" blieb unerkannt.

Der Sachverhalt beschritt jedoch eine neue Ebene, als die Betroffene Drohbriefe erhielt. In diesen wurde angedeutet, dass weitere private Details an die Presse dringen könnten. Ein Forderung um dies zu verhindern wurde jedoch allem Anschein nach nicht gestellt. Es folgten außerdem zwei weitere anonyme Briefe, die ebenfalls Details enthielten, die nur wenigen Personen zugänglich sein konnten. Die Klägerin vermutete, dass es sich bei dem Verfasser um eine Person handeln könnte, mit dem sie gegenwärtig im Streit sei.

Obwohl zwischen den Briefen sowie dem Wikipedia-Eintrag keine direkte Verbindung hergestellt werden konnte, entschied das Gericht nun für die Klägerin. Wikipedia muss nun alle relevanten Daten zu dem betreffenden User aushändigen. Mit diesen soll nun der Verfasser des Wikipedia-Eintrags ermittelt werden. Vielleicht lässt sich dann eine Verbindung zu den Briefen aufbauen.

(via dailymail, thx!)
(Bild via wikimedia, thx!)

Klaus Müller am Freitag, 04.12.2009 13:07 Uhr

tagsTags: wikipedia

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21 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • TRON2 am 05.12.2009 14:35:30

    Wikipedia:Datenschutz Wikimedia hat nicht die Absicht, diese Informationen zum Überwachen von Benutzern zu verwenden. Die Logfiles werden benutzt, um allgemeine Statistiken zu generieren. Die Rohdaten werden nicht veröffentlicht und normalerweise nach etwa zwei Wochen gelöscht. ...

  • soricsoon am 05.12.2009 14:07:24

    Das war eher ein Scherz. Um die Artikel zu löschen, braucht man nicht den Verfasser. Auch braucht man nicht wieder und wieder zu löschen. Dafür könnte man auf den Suchbegriff ein Bann legen. Das eigentlich Problematische finde ich, ist die Tatsache das mit geringem V ...

  • TRON2 am 05.12.2009 14:00:40

    Das war eher ein Scherz. Um die Artikel zu löschen, braucht man nicht den Verfasser. Auch braucht man nicht wieder und wieder zu löschen. Dafür könnte man auf den Suchbegriff ein Bann legen. Das eigentlich Problematische finde ich, ist die Tatsache das mit geringem Verdacht auf mögliche Verbin ...

  • nappelym am 05.12.2009 13:13:45

    darum gehts doch^^ Verfasser ermitteln= IP Adresse:rolleyes: ...

  • TRON2 am 05.12.2009 02:57:20

    @Tron2 Wikipedia selbst? Ja, wem auch sonst. Sie können auch den Verfasser darum bitten, wenn sie ihn ermitteln. Das mit den Briefen ist wider ein anderes Problem und muss mit den Wiki Einträgen nichts zu tun haben. Da muss sich die Polizei drum kümmern. ...

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