
Für Hollywood ist die Aussage von OpenBitTorrent klar. Es ist wie The Pirate Bay, bloß mit einem anderen Namen. Das Konzept sei gleich, die "illegalen Downloadlinks" ebenfalls. Mithilfe einer Klage wollte man die Abschaltung des Servers bewirken. Das Bezirksgericht in Stockholm hat den Antrag nun abgelehnt. Verständlicherweise kocht die Contentindustrie nun.
Der OpenBitTorrent-Tracker wurde im Laufe diesen Jahres gestartet. Ziel war es, einen möglichst offenen und frei zugänglichen Tracker anzubieten. Viele sahen ihn natürlich als Ersatz für The Pirate Bay. Diese Entwicklung hat man sich jedoch nie selbst auf die Fahnen geschrieben. Deshalb agierte man so clever wie irgend möglich. OpenBitTorrent bietet keine .torrent-Dateien an. Darüber hinaus wird ein umfangreiches DMCA-System genutzt.
DMCA steht für den Digital Millenium Copyright Act. Ein US-amerikanisches Gesetz, welches im Ausland eigentlich keine Anwendung findet. Es ermöglicht dem Rechteinhaber, eine Beschwerdenachricht mit dazugehöriger Löschaufforderung zu verschicken. Der Betreiber eines Webangebotes kann daraufhin reagieren. Obwohl OpenBitTorrent in Schweden gehostet wird, leistet man diesen Aufforderungen folge. Ein Zeichen der Kooperation würde man meinen.
Jedoch nicht für die Contentindustrie. "OpenBitTorrent wird für Filesharing benutzt, und wir haben den Verdacht, dass es sich hierbei um den The Pirate Bay-Tracker unter neuem Namen handelt. Auch sind alle Torrent-Dateien von The Pirate Bay über den OpenBitTorrent-Tracker verfügbar", erklärte die Juristin Monique Wadsted. Sie trat auch im Prozess gegen The Pirate Bay als Rechtsbeistand der Filmindustrie auf.
Das Stockholmer Bezirksgericht sah es zwar ein, dass über den Tracker auch urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet werden könnten. Dies war jedoch nicht ausreichend, um eine Abschaltung per Gerichtsbeschluss zu erwirken. Um abgeschalten zu werden, müsse der Hoster Portlane schon mehr als nur einen Internetzugang für die Website von OpenBitTorrent zur Verfügung stellen.
Für Monique Wadsted ist diese Entscheidung selbstredend eine Katastrophe: "Das Gericht hat sich nicht im geringsten mit den Verknüpfungen zwischen dem Tracker und The Pirate Bay beschäftigt. Geschweige denn mit der Tatsache, dass alle .torrent-Dateien von The Pirate inzwischen OpenBitTorrent als Standard-Tracker auswählen. Bei einer spontanen Prüfung standen 550.000 Werke für Filesharer [zum Download zur Verfügung]."
Gegen die Entscheidung wird vorgegangen. Die nächste Verhandlung soll im Sommer 2010 stattfinden. Ob man diesmal mehr Erfolg haben wird, ist allerdings fraglich. Der Kampf erscheint aussichtslos, denn selbst wenn an einer Stelle ein Tracker fällt, an anderer Stelle folgen zwei neue Anbieter.
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via openbittorent, thx!)
Klaus Müller am Donnerstag, 03.12.2009 11:01 Uhr
Gibt es da doch einen unterschied, weil nach offiziellen Angaben hostet TPB ja auch keine .torrents? Öhm, sicherlich? Sie hosten keine Files in den Torrents aber .Torrent Files. ...
Na ja benutze schon eine weile Wuala,ist aber echt nicht der Burner.Schon gar kein ersatz für nen vernünftigen Tracker. mfg ...
...es gab auch mal verschlüsselte Netzwerke hat sich aber nie durchgesetzt. Ja. Weil für die meisten Nutzer Geschwindigkeit über Sicherheit geht. Man kann bei bittorrent https-Announce und Transportverschlüsselung via RC4 betreiben- das steht und fällt halt mit ...
Naja Torrent ist eines fer Gefährlichsten P2P Netzwerke, es gab auch mal verschlüsselte Netzwerke hat sich aber nie durchgesetzt. Naja oneclick Hoster sind sehr kurzlebig und die Dateien werden schnell gekickt. ...
Ich glaub, ich werd mich mal am Wochenende hinsetzen und mal ne Aufstellung machen, wie oft die Betreiber von TPB der Contentindustrie bzw deren Vertretern schon mindestens einen Schritt voraus wahren. Macht richtig Spaß da zuzuschauen :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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